Schöne neue DSL-Tarife? – T-Online verdoppelt Inklusivleistung aber führt Vertragslaufzeit ein

Schöne neue DSL-Tarife? - T-Online verdoppelt Inklusivleistung aber führt Vertragslaufzeit ein

Doppelt so viel Leistung für den selben Preis, das klingt gut, werden sich in diesen Tagen sicherlich einige DSL-Kunden des Internet-Providers T-Online denken. Der Anbieter informiert derzeit seine DSL-Bestandskunden mit Zeit- und Volumentarifen per eMail über neue Konditionen, die ab dem 01. Juli wirksam werden sollen. Bei gleichbleibender Grundgebühr soll in den DSL-Zeittarifen dsl surftime 30, dsl surftime 60 und in den DSL-Volumentarifen dsl 1500 MB, dsl 3000 MB sowie dsl 6000 MB doppelt so viel Freikontingent enthalten sein wie bisher. Die Umstellung auf diese neuen Konditionen erfolgt laut Pressestelle von T-Online ganz automatisch, wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen widerspricht. Die Sache hat jedoch einen Haken.

Die bisher gültigen Tarife waren jederzeit kündbar, nach der Umstellung gilt für diese DSL-Tarife jedoch eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten, die sich automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn der Kunde den Vertrag nicht vor Ablauf kündigt. Dadurch sind die Kunden mindestens ein Jahr an den Provider gebunden, dessen günstigster Zeit- oder Volumentarif monatlich 9,95 € kostet, ein Betrag, für den andere Unternehmen bereits eine DSL-Flatrate ohne jegliche Zeit- und Volumenbegrenzung anbieten. Für die betroffenen DSL-Bestandskunden sollte sich daher nicht nur die Frage stellen, ob sie dem automatischen Wechsel widersprechen wollen, sondern auch, ob es für sie günstiger ist, auf das Angebot eines anderen DSL-Anbieters zurück zu greifen.

Laut Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wurde T-Online von der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs (WBZ) wegen der Umstellung seiner Bestandskunden auf die Mindestvertragslaufzeit abgemahnt. Die Kunden würden innerhalb der eMail beiläufig über die Änderungen informiert, sodass der Hinweis leicht zu überlesen sei, kritisiere die WBZ. Insbesondere sei „Eine Klausel, die Schweigen auf ein Vertragsangebot als Annahme fingiert“ unwirksam. Die Wettbewerbszentrale habe T-Online aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichenen. Sollte dieses nicht geschehen, werde die Wettbewerbszentrale ihren Unterlassungsanspruch vor Gericht geltend machen.

Weitere Informationen

DSL-Volumen-Tarife – Anbietervergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


1 × eins =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Gratis Autobahn-App – schnelle Infos rund um Verkehr vom Bund

Gratis Autobahn-App

Schnelle Infos rund um Verkehr vom Bund

Seit heute können Android- und iOS-Nutzer die „Autobahn-App“ der Autobahn GmbH des Bundes herunterladen. Die Verkehrs-App soll als Ergänzung der gängigen Navi-Apps dienen und schnell und unkompliziert über Staus, Baustellen und Co. informieren. […]

Unerlaubte Telefonwerbung - primastrom, Vertrag statt Infomaterial

Unerlaubte Telefonwerbung

primastrom, Vertrag statt Infomaterial

Unerlaubte Telefonwerbung ist lästig – und mitunter folgenreich. Im Fall des Monats der Verbraucherzentrale Niedersachsen musste ein Verbraucher aus Wilhelmshaven feststellen, dass die primastrom GmbH ihm nicht nur einen Stromvertrag untergeschoben, sondern auch den Vertrag mit seinem bisherigen Stromanbieter gekündigt hatte. […]

Einfachere Breitbandmessung – direkte Anbindung an Internetknoten DE-CIX

Einfachere Breitbandmessung

Direkte Anbindung an Internetknoten DE-CIX

Durch die Anbindung der Messserver der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur an den weltweit führenden Internetknoten DE-CIX, sind noch zuverlässigere Messungen der Internetgeschwindigkeit möglich. Hierdurch wurde ein eigenständiges autonomes System der Breitbandmessung etabliert. […]

Mobilfunkvertrags-Verlängerung – Laufzeit über zwei Jahre ist rechtens

Mobilfunkvertrags-Verlängerung

Laufzeit über zwei Jahre ist rechtens

Das Oberlandesgericht Köln hat das Urteil des Landgerichts Bonn bestätigt, dass eine Verlängerung eines Mobilfunkvertrags über zwei Jahre zulässig ist, wenn ein Tarifwechsel vorgenommen oder ein neues Endgerät erworben wird. […]