Am Antivirenprogramm vorbei – Passwort-geschützte Schadprogramme

falle

Täglich sind unzählige eMails unterwegs, deren einziger Zweck ist, ihre mitgeführte Last auf dem Computer des ahnungslosen Empfängers abzuladen. Die eMails verführen den Empfänger mit ganz unterschiedlichen Texten zum näheren Betrachten des Anhangs. Mal ist es angeblich ein netter Gruß, mal eine fordernde Mahnung, mal ein angeblich seriöses Rechnungsschreiben. Eines haben diese eMails aber gemeinsam. Sie machen neugierig und wird der mitgeführte Anhang geöffnet, infiziert sich der Rechner mit einem Schadprogramm. Diese haben ebenso unterschiedliche Zwecke wie die eMails Titel, häufig sollen Zugangsdaten ausspioniert oder Hintertüren auf dem infizierten Computer geöffnet werden.

Wie gut, wenn der Computer durch ein Antivirenprogramm geschützt ist. Es gibt einige vertrauenswürdige und ebenfalls kostenlose Software für Privatanwender, die so gut wie möglich auch vor neuen Bedrohungen schützt, solange sie immer aktuell gehalten wird. Machtlos stehen die meisten Antivirenprogramme jedoch der Bedrohung gegenüber, über die das Sicherheitsunternehmen Trend Micro in seinem Blog berichtet.

Statt das Format der angehängten Datei durch zum Beispiel doppelte Endungen zu verschleiern, werden die angehängten Schadprogramme etwa als .zip oder .rar-Datei verschickt. Die gepackten Dateien sind passwortgeschützt, das Passwort ist natürlich in dem Text der eMail enthalten. Allein das macht den Empfänger wahrscheinlich um so neugieriger, der Passwort-Schutz soll aber auch den Schutz des Antivirenprogrammes umgehen. Die meisten Antivirenprogramme durchsuchen nämlich keine passwortgeschützten Dateien oder können es schlicht nicht. Glücklicherweise, so berichtet Trend Micro weiter, werden derzeit in dieser Art verpackte Schädlinge verschickt, die bereits älter sind und deshalb spätestens bei dem Entpacken, also noch vor der Ausführung, den Alarm des Antivirenprogramms auslösen. Doch darauf sollte sich kein Nutzer verlassen.

Update 15.04.2016

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