Unabhängig durch Investitionen – o2 kündigt Roaming-Vertrag mit T-Mobile

o2

Der nach Kundenzahlen kleinste deutsche Mobilfunknetzbetreiber o2 hat viel dafür getan, seinen Kunden ein leistungsstarkes Mobilfunknetz anbieten zu können. Er baute sein Netz zu Beginn, damals noch als Viag Interkom, nur in Ballungszentren sowie in stark frequentierten Gegenden aus und versorgte seine Kunden in anderen Gebieten über fremde Mobilfunknetze. Seit 1999 bestand das Abkommen für dieses nationale Roaming nur noch mit dem größten deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile. Zum Ende des Jahres beabsichtigt o2 auch diesen Vertrag zu kündigen.

„Wir haben inzwischen ein sehr starkes Netz und werden zum Jahreswechsel das nationale Roaming mit der Deutschen Telekom kündigen“, wird der Chef der deutschen Telefonica-Tochter o2, Rene Schuster von der Zeitung Euro am Sonntag (EamS) zitiert. Das Roaming war in den vergangenen zwei Jahren sukzessiv eingeschränkt worden. Immer mehr Gebiete baute o2 aus und konnte seine Kunden dort über das eigene Mobilfunknetz versorgen.

Derzeit sei eine Netzabdeckung von 99 Prozent gegeben, heißt es von o2. Der flächendeckende Ausbau des GSM-Netzes sei Ende 2009 abgeschlossen. Ab 2010 benötigt o2 das nationale Roaming mit der Dt. Telekom-Mobilfunksparte T-Mobile also nicht mehr. Der Netzbetreiber hat dank des emsigen Netzausbaus seine Unabhängigkeit bald erreicht und spart dann Analysten zufolge 150 bis 170 Millionen Euro. Geld, das auch in den weiteren Ausbau des o2-Datennetzes (UMTS) investiert werden kann.

Update vom 17.12.2009

o2 kündigte heute an, dass ab dem 5. Januar 2010 alle Mobilfunkgespräche und der gesamte mobile Datenverkehr über das eigene o2 Mobilfunknetz abgewickelt werde. Dann verfüge o2 über eine nahezu 100-prozentige Bevölkerungsabdeckung für Telefonie und eine 99-prozentige Abdeckung in dem Bereich mobiler Daten, hieß es von o2. 2010 werde der weitere Ausbau des mobilen Breitbandnetzes auf nahezu 70 Prozent Bevölkerungsabdeckung vorangetrieben. o2 habe in den vergangenen drei Jahren knapp drei Milliarden Euro in den Netzausbau investiert und verfüge derzeit über rund 17.000 GSM- und 9.500 UMTS-Basistationen in Deutschland.

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