Verbraucherzentrale warnt – Einzug vermeintlicher Forderungen über die Telefonrechnung

Schwarze Schafe

Betrüger und Abzocker sind erfinderisch und zumeist auch relativ skrupellos, wenn es darum geht, ihre Opfer zu ihren Gunsten zu schädigen. Auf eine neue, besorgniserregende Masche weist die Verbraucherzentrale Thüringen hin. Sie befürchtet, dass weitere dubiose Unternehmen diese Masche ebenfalls anwenden werden.

Insbesondere ältere Verbraucher berichten von Anrufen, in denen von angeblichen Gewinnen die Rede war. Es ist davon auszugehen, dass den Verbrauchern während des Telefonats auch die personenbezogenen Daten entlockt worden sind. (Die Bankdaten werden von den Opern in diesem Fall nicht erfragt, denn die Anrufer benötigen sie nicht, damit ihre Masche funktioniert.) Die Verbraucher können sich später nicht daran erinnern, einen kostenpflichtigen Vertrag eingegangen zu sein.

Ein derartiges Vorgehen ist nicht ungewöhnlich, schon oft gab es Unternehmen, die Verbrauchern auf diese Weise einen vermeintlichen Vertrag untergeschoben. (Ebenso ist es aber auch möglich, dass bestehende Datensätze für die Abzocke verwendet werden.) Neu ist die Art, wie das Unternehmen Win-Finder, das sich selbst als Gewinnspieleintragungsdienst bezeichnet, seine vermeintliche Forderung geltend macht. Für den angeblichen Vertrag mit einer sich automatisch verlängernden Laufzeit von einem Monat verlangt der Anbieter 9,90 € pro Woche, also etwa 40,- € pro Monat. Die Beträge rechnet Win-Finder nicht über eine Rechnung, sondern über die Telefonrechnung ab. Kunden der Deutschen Telekom finden sie unter dem Rechnungsposten „Beiträge anderer Anbieter“. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auf seiner Internetseite behauptet Win-Finder, der Kunde habe ihm bei Vertragsabschluss die nötige Vollmacht erteilt.

Die Verbraucherzentrale rät, die Telefonrechnungen regelmäßig und genau zu prüfen, denn derartige Einzüge könnten ansonsten unbemerkt bleiben. Werden unberechtigte Forderungen geltend gemacht, sollte der Telefonrechnung widersprochen werden und nur der unstrittige Betrag überwiesen werden. Auch könnte die Dt. Telekom darauf hingewiesen werden, auf welche Weise der mit ihnen zusammenarbeitende Anbieter versucht, an das Geld ihrer Kunden zu kommen. Im Falle einer Mahnung ist es ratsam, von dem Anbieter einen Nachweis über das Zustandekommen des vermeintlichen Vertrags zu verlangen. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale ist es trotz des Hinweises des Anbieters der Vertrag sei nicht widerrufbar möglich, in zu widerrufen und anzufechten. Das sollte vorsorglich getan werden, raten die Verbraucherschützer.

Weitere Informationen

Tipps und Tricks Festnetz

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


neunzehn − 10 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Kryptowährung: Bitcoin – enorme Wertschwankungen durch Corona-Pandemie

Kryptowährung: Bitcoin

Enorme Wertschwankungen durch Corona-Pandemie

Digitale Währung wird auch bei Privatpersonen immer beliebter. Der Bitcoin ist die größte Kryptowährung und wird weltweit von hunderten Millionen Menschen genutzt, da er bereits vielerorts eingesetzt werden kann. Die enormen Wertschwankungen können jedoch neben großen Gewinnen auch zu großen Verlusten führen. […]

Neues TKG tritt in Kraft – ab morgen erhalten Verbraucher mehr Rechte

Neues TKG tritt in Kraft

Ab morgen erhalten Verbraucher mehr Rechte

Das neue Telekommunikationsgesetz tritt morgen in Kraft und bringt zahlreiche neue Regelungen, die den Verbraucherschutz stärken. In Zukunft hat der Kunde beispielsweise mehr Rechte, wenn seine Internetgeschwindigkeit deutlich zu langsam ist. Auch bezüglich des Kündigungsrechts gibt es Änderungen. […]

EuGH-Urteil – E-Mail Werbung nur mit Zustimmung des Nutzers

EuGH-Urteil

E-Mail Werbung nur mit Zustimmung des Nutzers

Der Europäische Gerichtshof hat festgelegt, dass Werbeanzeigen, die zwischen E-Mails im Posteingang geschaltet werden, nur dann zulässig sind, wenn zuvor eine ausdrückliche Zustimmung des Nutzers eingeholt wurde. Fehlt diese Einwilligung kann die Inbox-Werbung als „unerwünschtes Ansprechen“ eingestuft werden. […]

Digital Markets Act – EU begrenzt die Marktmacht von Online-Riesen

Digital Markets Act

EU begrenzt die Marktmacht von Online-Riesen

Mit dem Digital Markets Act will die EU die Marktmacht von Online-Giganten wie Facebook, Amazon, Google und Co. begrenzen. Hierdurch sollen zum einen die Verbraucherrechte gestärkt und zum anderen ein einheitlicher Rechtsrahmen für Online-Händler geschaffen werden. […]