Internettelefonie-Anbieter Skype – Verkauf an Microsoft für 8,5 Milliarden US-Dollar

skype

Mit Skype bietet sich Nutzern die Möglichkeit, Telefonate über das Internet zu führen, auch per Video-Telefonat, und Nachrichten mit anderen Skype-Nutzern austauschen. Dafür benötigen sie im Normalfall die Software von Skype, die sowohl für Computer als auch für viele Mobiltelefone verfügbar ist. Die Nutzer können untereinander kostenlos telefonieren und auch der Nachrichtenaustausch ist kostenfrei. Telefonate in die nationalen und internationalen Telefonnetze sind hingegen kostenpflichtig.

Jedoch blieb für Skype bisher der große Profit aus. Der Name Skype ist zwar einigermaßen populär, die Nutzerzahlen liegen bei weltweit mehr als 600 Millionen registrierten Usern, die Umsätze mit Telefonaten in Fremdnetze sind jedoch verhältnismäßig gering. Zudem ist die Konkurrenz ist groß und auch viele Firmenkunden wählen lieber andere VoIP-Anbieter.

Das im Jahr 2003 gegründete Unternehmen wurde im September 2005 für umgerechnet 2,6 Milliarden US-Dollar zuzüglich Aktien im Wert von rund 5 Milliarden US-Dollar von eBay übernommen. (telespiegel-News vom 12.09.2005) eBay hatte vor, die Telefonie von Skype in das Onlineauktionshaus und in seinen Bezahldienst PayPal einzubinden, was jedoch nicht ausreichend gelang. Im September 2009 verkaufte eBay 65 Prozent des Unternehmens Skype an eine Investorgruppe. (telespiegel-News vom 01.09.2009)

Damals hatten auch Google, Yahoo und Microsoft ein Interesse an Skype gezeigt und mitgeboten. Nun waren Google, Facebook und Microsoft wieder an einem Bieterwettstreit um Skype beteiligt, zumindest wenn man den Gerüchten der letzten Tage Glauben schenken darf. Microsoft hat ihn gewonnen, das wurde von dem Unternehmen inzwischen bestätigt.

Der Konzern zahlt für Skype 8,5 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden in bar. Microsoft hat vor, den Internettelefonie-Dienst mit einigen seiner Produkte zu verbinden und hofft, sich mit Skype besser in dem Mobilfunk- und Internetgeschäft positionieren zu können. Für Microsoft ist dieses der bisher teuerste Zukauf in der Firmengeschichte. Ob er sich für den Software-Riesen aus Redmond gelohnt hat, wird sich herausstellen.

Update vom 07.11.2012

Skype genügt – Microsoft stellt Windows Live Messenger ein

Update vom 21.08.2013

Vor einigen Tagen gab Microsoft bekannt, das Skype fest in die Startseite von Windows 8.1 integriert werden soll. Auf Outlook.com, dem Emaildienst von Microsoft, wurde Skype jetzt auch in Deutschland integriert.
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