Moderne Mobiltelefone können dank diverse Zusatzprogramme zu einem Universalgerät werden. Schließlich gibt es kaum ein Problem, für das es keine App gibt. Zum Beispiel können Applikationen installiert werden, die das Handy zum Navigationsgerät machen, zur Wetterstation, zum Einkaufsberater, zum Personal Trainer, sogar zur Wasserwaage. Dass mithilfe einer App auch Akne geheilt werden kann, ist aber zu viel verlangt. Diesen Vorzug schrieben die Hersteller DermApps und Acne Pwner ihren Applikationen zu. Dabei hörte sich das Versprechen so gut an: Von Dermatologen entwickelt sende die App rotes und blaues Licht aus, das Akne-Bakterien töte und damit Hautunreinheiten verringere. Das sei anhand einer Studie bewiesen. Man müsse die App nur wenige Minuten pro Tag anwenden. Dass der besagten Studie auch die Verwendung von speziellen Cremes zugrunde liegt, verschwiegen die Hersteller allerdings.
Die AcneApp des Anbieters DermApps kostet 1,99 US-Dollar und wurde rund 12.000 mal heruntergeladen. Die App namens Acne Pwner des gleichnamigen Herstellers fand für 0,99 US-Dollar rund 3.500 Käufer. Die US-Bundeshandelskommission (FTC) hat die Anbieter übrigens vor ein amerikanisches Gericht gezogen, das sie zu insgesamt rund 17.000 US-Dollar Strafe verurteilt hat. Außerdem dürfen die Anbieter nicht mehr öffentlich für ihre Akne-Apps werben.
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