Paperback – Software speichert Daten auf gewöhnlichem Papier

Papier alsDatenträger

Es gibt zahlreiche Speichermedien. CD-ROM, Speichersticks, externe Festplatten, Disketten und noch einige andere. Aber keines dieser Medien ist so haltbar wie Papier. Bei guter Qualität und mit entsprechender Tinte beschrieben, sind die darauf archivierten Informationen auch nach bis zu 100 Jahren noch lesbar. Die Datenlesbarkeit von beispielsweise CD-ROM beträgt nur 10 bis 50 Jahre. Oleh Yuschuk entwickelte eine Software, mit der man bis zu drei Megabyte Daten auf einem einzigen Blatt Papier speichern kann. Eigentlich war es ein Experiment, das er aufgrund der Neugier seines Sohnes begann. Daraus entwickelte sich das Projekt Paperback. Damit man es anwenden kann, benötigt man die Software, die kostenlos und OpenSource für das Betriebssystem Windows zu haben ist, und einem angeschlossenen Drucker. Die Software wandelt die Informationen, zum Beispiel eine Datei von der Computerfestplatte, in eine Grafik (Bitmap) um und druckt sie, wahlweise auch verschlüsselt, auf das Papier. Je nachdem, mit welcher Auflösung der Drucker arbeitet und ob die Daten komprimiert werden, passen zwischen 500.000 Bytes (600 dpi, unkomprimiert) und bis zu 3 Megabyte (komprimiert) auf ein Papier des Formats DIN A4.

Durch die Verwendung diese Methode können Daten über einen längeren Zeitraum gespeichert werden. Auch wäre es so möglich, Daten in einem gewöhnlichen Brief zu verschicken. Die Daten auf dem Papier können, anders als bei den altertümlichen Lochkarten, nicht ohne weiteres von Menschen gelesen werden. Dafür bedarf es eines Scanners und wiederum der Software Paperback. Sie dekodiert die von dem Papier eingescannte Grafik und stellt die Dateien wieder her. Eine Fehlerkorrektur hilft, auch durch Flecken oder Abnutzung des Papiers beschädigte Dateien wiederherzustellen.

Weitere Informationen

Dropbox – Datenspeicher im Internet

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