Seit dem Jahr 2005 können Bürger ihre Steuererklärung auf elektronischen Weg über das Internet übermitteln. Unternehmen sind sogar verpflichtet, das elektronische Verfahren zu nutzen, um Anmeldungen und Bescheinigungen ihrer Arbeitnehmer an die Behörden zu übergeben. Die dafür verwendete Software wird von dem Bund bereitgestellt. Das Verfahren wurde ELSTER genannt, was für elektronische Steuererklärung steht.
Das Projekt ELSTER wird derzeit von Cyberkriminellen als Lockmittel genutzt. Sie verschicken massenhaft Spam-Emails mit unterschiedlichen Absendern, die angeblich einen Steuerbescheid enthalten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor dieser „Spam-Welle„. In dem Text der Email heißt es, dass „von Ihrem Finanzamt bzw. Ihrer Steuerverwaltung über das Verfahren ELSTER eine verschlüsselte Zip-Datei zur Abholung bereitgestellt„ wurde. Die angehängte Datei „ELSTER.exe„ enthält einen Schadcode. Das BSI rät Empfängern dieser Email, sie ungeöffnet zu löschen.
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