Handytarife – Prepaid oder Postpaid statt Neppangebote

SIM-Karte

Es gibt unzählige verschiedene Handy-Tarife. Einige enthalten eine Allnet-Flat, andere nur eine Datenflat. Wieder andere locken mit günstigen Tarifen. Aber die meisten haben eine ein- oder zweijährige Vertragslaufzeit bei einer monatlichen Grundgebühr. Wer selten und möglichst günstig telefonieren oder sogar nur erreichbar sein möchte, muss Alternativen suchen. Dabei helfen jedoch nicht die immer wieder in den heimischen Briefkasten eingeworfenen Tarifangebote ohne Grundgebühr. Denn diese beinhalten eine lange Vertragsbindung und sind nur bis zur automatischen Verlängerung attraktiv. Häufig schlägt anschließend eine hohe Grundgebühr zu Buche. Echte Alternativen sind daher nur Prepaid- und Postpaid-Tarife ohne Grundgebühr.

Prepaid für gelegentliche, aber regelmäßige Nutzung

Prepaid steht für Tarife, bei denen der Kunde einmal bezahlt und dann dieses Guthaben abtelefoniert. Neben den im Vergleich zu Monatstarifen teuren Minuten- und SMS-Gebühren warten speziell für Gelegenheitsnutzer jedoch einige Fallstricke. So sind viele Anbieter inzwischen dazu übergegangen, ein Aufladen der SIM-Karte alle sechs oder zwölf Monate zu verlangen. Zugleich ist eine für viele Nutzer auskömmliche pure Erreichbarkeit auf Dauer nicht möglich. Denn je nach Anbieter droht nach einer gewissen Zeit der Inaktivität die Sperre der SIM-Karte. Üblich ist es zum Beispiel, nach einer Spanne von sechs oder zwölf Monaten ohne Umsatz die SIM-Karte trotz Guthabens zunächst auf „nur erreichbar“ zu schalten. Erst wenn der Nutzer sein Guthaben durch ein neues Aufladen wieder „aktiviert“, kann er selbst aktiv anrufen oder Nachrichten verschicken. Nach einer weiteren Phase der Inaktivität wird die Karte auch für eingehende Anrufe und SMS gesperrt. Letztlich fällt sogar die SIM-Karte an den Mobilfunkanbieter zurück. Das Restguthaben muss jedoch ausgezahlt werden.

Prepaid-Karten sind aus diesen Gründen nicht immer die beste Wahl. Voraussetzung ist ein regelmäßiges aktives Nutzen. Sonst droht nach wenigen Monaten bereits die erste Erinnerung, „Umsätze zu generieren“. Der Vorteil bei dieser Tarifart ist allerdings die sonst so nicht vorhandene vollständige Kostenkontrolle. Wer sich für einen dieser insgesamt sehr komfortablen Tarife entscheiden möchte, findet in der entsprechenden Rubrik des telespiegels übersichtliche Auflistungen.

Postpaid als Alternative

Ähnliche Funktionen bieten Postpaid-Tarife. Bei diesen lädt der Nutzer jedoch vorher kein Guthaben auf. Die verbrauchten Einheiten werden im Nachhinein abgerechnet. Dadurch sind Kosten der Postpaid-Tarife schwieriger zu kontrollieren. Die Tarife haben aber den Vorteil, dass der Nutzer in der Regel für den Zeitraum von zwei Jahren das Telefon passiv nutzen kann, ohne dass es zu einer Sperre kommt. Postpaid-Tarife sind zwischen Prepaid- und Discounttarifen anzusiedeln. Die Übergänge sind fließend. Einen Nachtteil hat Postpaid aber noch: Die Anbieter fordern üblicherweise zu den Bankdaten auch eine Schufa-Auskunft an.

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