YouTube – Abofallen in den Trends

YouTube - Abofallen in den Trends

YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und die wichtigste Anlaufstelle für Internetnutzer, die Unterhaltung oder Informationen über bewegte Bilder suchen. Ein wichtiges Feature des Google-Angebotes sind die Trends. Diese sind über die Startseite von YouTube erreichbar und listen interessante Videos auf, die derzeit viel Zuspruch erleben. Alles super, wäre da nicht ein Problem: Derzeit sind dort viele Videos zu sehen, die Abofallen promoten.

Abofallen in den Trends: Worum geht es?

Zwischen den Videos in den Trends sind immer wieder Filme zu finden, die den Nutzern ein Versprechen machen. Mal sind Instagram-Follower zu haben, mal gibt es ein Life-Hack, mal können Gamer für ein Spiel einen virtuellen Inhalt bekommen oder Nutzer Geld verdienen. Die Videos locken damit, dass die Nutzer mit ganz einfachen Mitteln und von anderen erprobt an das gewünschte Ziel kommen können. Das erinnert fast ein bisschen an ein Versprechen, mal eben schnell reich zu werden. Alle Videos dieser Art folgen dem gleichen Muster, beinhalten aber jeweils andere Themen.

YouTube-Abofallen – wie funktioniert es?

Alle diese Videos führen letztlich auf eine Webseite, auf der die Nutzer persönliche Daten inklusive Mobilfunknummer hinterlassen sollen. Anschließend verspricht die Webseite in kurzer Zeit Erfolg, neue Follower oder andere Vorteile. Kommt ein Nutzer der Eingabe nach, startet er jedoch eine Abofalle. Denn er schließt einen Vertrag ab, der über die Handynummer abgerechnet wird.

Warum solche Videos in den YouTube Trends erscheinen können

Hinter diesen Abofallen steckt eine breit angelegte Betrugsmasche. Nach einer Algorithmusänderung sind in den Trends nicht nur große Kanäle zu finden, sondern auch kleinere. Es gilt jedoch: maximal ein Video pro Kanal.

Betrüger richten daher viele Kanäle ein, befeuern eine Platzierung durch Botnetzwerke, mit denen sie die Klickzahlen der Videos nach oben treiben, und schaffen es so gleich mehrfach in die Trends. Dort stoßen sie auf Aufmerksamkeit und bekommen viele Zuschauer. Daher hat die Masche Erfolg: Irgendeiner fällt bei vielen Nutzern immer auf diese Masche rein. Besonders problematisch ist dabei, dass speziell jüngere, unbedarfte Nutzer die Trends intensiv nutzen.

Google kennt die Betrugsvorwürfe inzwischen, zeigt sich jedoch recht zurückhaltend. Laut Spiegel heißt es von dort, man nehme das Problem ernst. Inzwischen sind viele Angebote gelöscht worden.

Wie Nutzer sich schützen können

Das grundlegende Prinzip ist einfach: Die Videos faken Versprechen. Nutzer springen darauf je nach Thema sofort an, schalten das Denken aus und geraten in die Abofalle. Der beste Schutz ist daher: Nachdenken!

Aber auch wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, können sich Betroffene wehren. Zum einen hilft generell allen Nutzern eine Drittanbietersperre. So schließen sie aus, dass Fremde Geld über die Handyrechnung abbuchen können. Zum sollten die Betroffenen das Abo sofort kündigen. Außerdem kann es sinnvoll sein, sich von einer Verbraucherzentrale beraten zu lassen. Denn einige der Videos bzw. Abofallen sind rechtlich zu beanstanden und somit alle Abrechnungen zu beanstanden. Gegenüber dem Mobilfunkanbieter sollten entsprechende Unregelmäßigkeiten in der Rechnung mit Bitte um Korrektur beanstandet werden.

Der Abofallen-Trend ist mit ähnlichen Mechanismen bereits seit Längerem ein Ärgernis. Einzelne Kanäle führen Nutzer bewusst und unverblümt in Abos, andere gaukeln Versprechen vor. Die neue Masche ist deshalb so perfide, da Betrüger ganz bewusst ihre Kanäle mit künstlich generierten Klickzahlen manipulieren und so in die Trends pushen, um Zuschauer zu erreichen.

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