Erneutes Datenleck – Google+ schließt früher

Google+

Ausgerechnet dem Internetgiganten Google muss das passieren. War es schon peinlich, dass ein Datenleck im Frühjahr monatelang verheimlicht wurde, gab es in den letzten Wochen erneut eine Lücke bei Google+. Diese betrifft nicht nur „einige Nutzer“, wie Google die 52,5 Millionen Accounts bezeichnet, sondern führt zu einem schnelleren Ende der Plattform. Google soll nun bereits im April 2019 die Tore schließen. Die grundsätzliche Entscheidung für das Aus fällte das Unternehmen bereits im Oktober.

Ablauf der erneuten Panne bei Google+

Das erneute Datenleck ist offenbar durch ein Softwareupdate verursacht worden. Demnach spielten die Entwickler im November 2018 ein Update ein. Durch Standardsicherheitsroutinen wurde es kurz danach entdeckt und innerhalb einer Woche geschlossen. Während dieser Zeit konnten Apps und Programme über eine technische Schnittstelle (Google+-API) auf nicht öffentliche Daten zugreifen. Dazu zählten: Name, E-Mail, Beschäftigung, Alter sowie Beiträge und Dateien, die als nicht öffentlich markiert waren. Weitere betroffene Daten sind auf einer Entwicklerseite aufgelistet. Andere Angaben und Informationen konnten laut Google weder Programme noch Programmierer einsehen. Das Unternehmen beteuert zudem, dass es keinen Hinweis auf Missbrauch der Lücke gibt.

Google+ wird im Frühjahr 2019 geschlossen

Als ein Resultat dieser erneuten Lücke zieht Google früher als geplant einen Schlussstrich unter das erfolglose Kapitel Google+. Die Schnittstellen für das Netzwerk sollen innerhalb von 90 Tagen gekappt werden. Damit haben Apps und Programme keinen Zugriff mehr. Im April folgt dann das offizielle Ende. Dieses war zuvor noch auf August 2019 terminiert.

Das Unternehmen hatte wegen der riesigen Anzahl von Nutzern eigener Angebote sowie des Android-Systems darauf gehofft, dass es Google+ zu einem ernsthaften Konkurrenten zu Facebook aufbauen könnte. Das ist zu keiner Zeit gelungen. Die Nutzer liefen dem Portal inzwischen in Scharen davon und selbst ohne Sicherheitslücken wäre das Aus eine Frage der Zeit gewesen.

Dennoch wird das Unternehmen eine Version der Plattform weiterentwickeln. Diese soll die Kommunikation im Unternehmen vereinfachen. Businesskunden wird das Portal in veränderter Form daher weiter zur Verfügung stehen. Es ist zu erwarten, dass Google einige wichtige Details der Nutzungsart ändert und auf die Bedürfnisse von Unternehmen abstimmt.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


vier × 1 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Unlimitiertes Datenvolumen – der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Unlimitiertes Datenvolumen

Der „Freenet FUNK unlimited“-Tarif

Freenet FUNK bietet mit dem unlimited Tarif unlimitiertes LTE-Datenvolumen für 99 Cent pro Tag. Der Tarif wird über eine App gesteuert und kann täglich gekündigt oder gewechselt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Tarif bis zu 30 Tage pro Jahr zu pausieren. […]

Avast und AVG – Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Avast und AVG

Sicherheitslücke in Anti-Virenprogrammen entdeckt

Sicherheitsexperten entdeckten in den Anti-Virenprogrammen Avast und AVG eine zehn Jahre alte Sicherheitslücke. Nutzer, die nur selten mit dem Internet verbunden sind, sollten die installierte Version überprüfen und gegebenenfalls das herausgegebene Patch installieren. […]

Achtung Betrug - Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Achtung Betrug

Angebliche Anrufe von Europol und Interpol auf dem Handy

Vermehrt erhalten Handybesitzer englischsprachige Anrufe, die angeblich von den Polizeibehörden Europol oder Interpol kommen. Inzwischen werden auch vermehrt Anrufe in deutscher Sprache vorgenommen. Die Täter behaupten meist, den Betroffenen seien persönliche Daten gestohlen worden und Kriminelle würden diese Daten nutzen, um Straftaten zu begehen. […]

Urteil – mobilcom-debitel muss 12,25 Mio. Euro an Bundeshaushalt zahlen

Urteil

mobilcom-debitel muss 12,25 Mio. Euro an Bundeshaushalt zahlen

Mobilcom-debitel muss im Rahmen eines Gewinnabschöpfungsverfahrens 12,25 Millionen Euro an den Bundeshaushalt bezahlen. Grund hierfür ist der Unrechtsgewinn, den der Anbieter mit überhöhten Rücklastschriftpauschalen erzielt hat. Geklagt hatte der Deutsche Verbraucherschutzverband gegen den Mobilfunkanbieter. […]