WLAN-Passwörter – BSI gibt Empfehlungen für mehr Sicherheit

WLAN-Passwörter – BSI gibt Empfehlungen für mehr Sicherheit

Oftmals haben Hacker beim Knacken von Passwörtern ein leichtes Spiel, denn viele Verbraucher verwenden einfache Zahlenkombinationen wie „1234“ oder Wörter wie „hallo“. Aber auch ein kompliziertes Passwort, bieten häufig nicht genügend Sicherheit, da dasselbe oft für viele verschiedene Dienste und Programme verwendet wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, gibt Verbrauchern Tipps für ein sicheres WLAN-Passwort.

Was sollte bei der Wahl des WLAN-Passworts beachtet werden?

Ein sicheres Passwort für den WLAN-Router ist besonders wichtig, da Cyberkriminelle mit einem Hack auf den Router das gesamte WLAN-Netzwerk beeinträchtigen können. Selbst wenn eine komplizierte Zahlen- und Buchstabenkombination gewählt wurde, können Hacker mit bestimmten Werkzeugen automatisch sämtliche Kombinationen und Wörterbücher testen. Das BSI empfiehlt Verbrauchern ein Passwort ausschließlich für einen einzigen Zugang zu nutzen und darüber hinaus einige Qualitätsanforderungen zu beachten. Für ein WLAN-Passwort sollten mindestens 20 Zeichen verwendet werden. Nutzer können sich zum Beispiel einen komplexen Satz ausdenken und von den Wörtern jeweils nur den Anfangsbuchstaben verwenden. Zusammengefasst sollte das Passwort für einen WLAN-Router laut BSI folgende Qualitätsanforderungen erfüllen:

  • Mindestens 20 Zeichen lang
  • Verwendung aller möglichen Zeichen
  • Verwendung von Groß- und Kleinbuchstaben
  • Verwendung von Passwörtern, die nicht im Wörterbuch vorkommen
  • Vermeidung von einfachen oder üblichen Zahlen- und Buchstabenkombinationen
  • Vermeidung von üblichen Sonderzeichen
  • Verwendung eines Passwortmanagers
  • Verwendung einer Mehr-Faktoren-Authentifizierung

Um sich vor Router-Hacking zu schützen, empfiehlt die Bundesnetzagentur neben einem geeigneten Passwort auch die Sperrung nicht benötigter Zielrufnummern, die regelmäßige Aktualisierung der Software des Routers sowie die regelmäßige Überprüfung der Rechnung auf Auffälligkeiten.

Was ist ein Passwortmanager?

Ein Passwortmanager erstellt ein per Zufall generiertes Passwort, das ausreichend Sicherheit bietet. Mit dem digitalen Assistenten werden für jeden Zugang und Dienst verschiedene Passwörter erstellt und verwaltet. Der wesentliche Vorteil ist, dass sich der Nutzer nur noch ein einziges Passwort merken muss – nämlich das, mit welchem er Zugang zu seinem Passwortmanager erhält. Obwohl Passwörter generiert werden, die ein hohes Maß an Sicherheit bieten, ist dennoch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung empfehlenswert. Beispielsweise kann ein TAN-Generator oder ein Code, der per SMS gesendet wird, zum Einsatz kommen.

Was kann passieren, wenn der WLAN-Router gehackt wurde?

Da das gesamte WLAN-Netzwerk durch einen Router-Hack beeinträchtigt werden kann, ist ein solcher Hack besonders gefährlich. Zudem merken die betroffenen Personen häufig gar nicht, dass sie überhaupt Opfer von Cyberkriminellen wurden. Ist ein Router erst einmal gehackt, kann der Hacker enormen Schaden anrichten. Zunächst können die Router-Einstellungen geändert werden. Darüber hinaus ist ein Zugriff auf alle Internetdaten möglich, wodurch Kreditkartennummern, Zugangsdaten und mehr ausgespäht werden können. Diese Daten können anschließend auch an Dritte verkauft werden. Der Hacker kann die Nutzer des WLAN-Netzwerkes nun regelrecht ausspionieren und erhält Einblick in alle möglichen Aktivitäten sowie in alle Geräte, die im WLAN-Netzwerk sind. Durch Router-Hacking können die Cyberkriminellen außerdem Malware installieren und das Gerät beispielsweise zum Schürfen von Kryptowährung nutzen.

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