Vorsicht, Betrug – Frau verliert 40 000 € durch Betrugsmasche auf eBay

Vorsicht, Betrug – Frau verliert 40 000 € durch Betrugsmasche auf eBay

Die Polizei Neubrandenburg und eBay warnen aktuell vor einer Betrugsmasche auf dem beliebten Online-Marktplatz. Eine Frau aus Brandenburg verlor durch das betrügerische Vorgehen mittels Smishing mehrere zehntausend Euro.

Was steckt hinter der aktuellen Betrugsmasche?

Wer einen Gegenstand selbst nicht mehr nutzt und diesen loswerden will, inseriert ihn häufig bei eBay, um damit noch etwas Geld zu verdienen. Das war auch der Plan einer Brandenburgerin. Nachdem sie einen Artikel zum Verkauf auf dem Online-Marktplatz angeboten hatte, meldete sich eine vermeintliche Interessentin. Diese gab an, die Ware über die ´Sicher bezahlen´-Funktion kaufen zu wollen. Die Mobilfunknummern wurden ausgetauscht. Kurze Zeit später erhielt die 40-jährige Brandenburgerin eine SMS des Absenders „EbayKA“. In der SMS war ein Link enthalten, durch welchen das Konto angeblich mit dem Online-Marktplatz verbunden werden sollte. Die 40-Jährige klickte auf den Link. Am nächsten Tag erhielt sie einen Anruf, der von der korrekten Hotline-Nummer ihrer Hausbank erfolgte. Am anderen Ende ein vermeintlicher Mitarbeiter ihrer Bank, der sie auf ungewöhnliche Bewegungen auf ihrem Konto hinwies. Durch einen Trojaner auf ihrem Handy seien die Funktionen „Bestätigen“ und „Ablehnen“ vertauscht worden. Ein neuer Überweisungsauftrag könne das Problem jedoch beheben. Nach anfänglichen Zweifeln autorisierte die Frau schließlich einen erneuten Überweisungsauftrag. Unwissend überwies sie hierdurch insgesamt 40 000 Euro auf vier unterschiedliche Konten.

Die perfide Betrugsmasche ist kein Einzelfall

Die Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg Anja Schulz informiert darüber, dass es sich bei diesem Vorfall keineswegs um einen Einzelfall auf eBay handelt:

„Wir beobachten das immer wieder. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr mehr als 3800 Betrugsfälle im Zusammenhang mit Ebay-Kleinanzeigen auch deutschlandweit angezeigt.“

Besonders heimtückisch bei dieser betrügerischen Masche ist, dass der angebliche Käufer vorgibt, die Bezahlung über die ´Sicher bezahlen´-Funktion des Online-Marktplatzes abwickeln zu wollen. Hierdurch wird dem arglosen Opfer Sicherheit suggeriert. Eine betrügerische Absicht ist bei dieser Vorgehensweise nur schwer zu erkennen. Im Fall der Brandenburgerin hat der vermeintliche Mitarbeiter zudem Vertrauen erweckt, da er alle Überweisungen der vergangenen Tage exakt benennen konnte. Auf eBay selbst wurde bereits im Juli vergangenen Jahres auf diesen Betrug hingewiesen.

Wie können sich Nutzer auf dem Marktplatz schützen?

Ebay-CEO Paul Heimann warnt User davor, auf Nachrichten oder Links von Unbekannten zu reagieren.

„Die Nutzung von ´Sicher bezahlen´ erfolgt ausschließlich in unserer App oder auf unserer Website. Wir schicken im Zusammenhang mit ´Sicher bezahlen´ auch keine SMS – generell senden wir keine Nachrichten über Messenger“, betont er.

Grundsätzlich sollten Verbraucher nie auf Links klicken, die von Unbekannten gesendet werden. Diese führen häufig zu Fake-Websites. Zusätzlich warnen Sicherheitsexperten davor, die eigene Handynummer Dritten mitzuteilen. Denn in vielen Fällen wird die Handynummer dazu genutzt, um deutschlandweit Phishing-SMS zu versenden. Entsprechende Betrugsmaschen, bei denen Links per SMS versendet werden, werden auch als Smishing bezeichnet. Im Kundenservice-Bereich hat eBay auf der Website einige Hinweise aufgelistet, wie Nutzer betrügerisches Verhalten erkennen können.

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