Rufnummernmitnahme – Rufnummernportierung im Festnetz – LNP

Rufnummernmitnahme Festnetz, Portierung

Bei einem Wechsel des Festnetz-Telefonanschlusses zu einem anderen Anbieter ist die Mitnahme der bisherigen Telefonnummer von Vorteil. Denn so ist der Kunde trotz Anbieterwechsel unter der gewohnten Telefonnummer erreichbar. Eine Festnetzrufnummernportierung ist relativ unkompliziert, den größten Teil erledigt der neue Anbieter. Rufnummernmitnahme im Festnetz, die Local Number Portability (LNP), ist seit dem Jahr 1998 möglich.

Vorteile der Rufnummernmitnahme

Bei dem Wechsel von einem Telefonanschlussanbieter zu einem anderen können gewohnte Telefonnummern mitgenommen werden. Eine oder mehrere Rufnummern eines Telefonanschlusses können portiert werden. Das selbe gilt für Durchwahlen, Sammelrufnummern und ähnliche Telefonnummern. Am Tag der Portierung ist die Rufnummer lediglich für einen kurzen Zeitraum nicht erreichbar.
Die Rufnummernmitnahme bietet diverse Vorteile, zum Beispiel müssen Visitenkarten nicht neu gedruckt und Kontaktpersonen nicht über einen Rufnummernwechsel informiert werden. Der Wechsel des Telefonanschlusses zu einem anderen Festnetz-Anbieter wird dadurch für den Kunden wesentlich vereinfacht.

Durchführung der Rufnummernmitnahme

Ist die Entscheidung für den Telefonanschluss eines neuen Anbieters gefallen, muss dem auch der Auftrag für die Mitnahme der Telefonnummer zu seinem Angebot erteilt werden. Der Kunde selbst sollte bei seinem bisherigen Anbieter keine Kündigung vornehmen, sondern alles weitere dem neuen Festnetz-Anbieter überlassen. Der kündigt auf Wunsch und mit der Unterschrift des Kunden den bisherigen Vertrag und regelt die Portierung der Telefonnummer zu seinem Angebot, indem er einen sogenannten Portierungsauftrag stellt. Das ist jedoch selbstverständlich nur nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit mit dem bisherigen Anbieter und im Rahmen der geltenden Kündigungsfristen möglich. Telefonnummern aus bereits beendeten Verträgen können nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten zu einem anderen Anbieter portiert werden. Auch zu beachten ist, dass die bei beiden Anbietern hinterlegten Kundendaten identisch sein müssen.

Nachträglichen Portierung

Auch nach einer bereits erfolgten Abschaltung des Telefonanschluss kann die Rufnummer noch bis zu 90 Tagen nach Vertragsende zu einem neuen Anbieter übertragen werden. In diesem Fall spricht man von einer nachträglichen Portierung. Diese muss bei dem neuen Telefonabieter beauftragt werden.

Kosten der Rufnummernmitnahme im Festnetz

Der neue Festnetz-Anbieter berechnet üblicherweise keine Gebühren, wenn Telefonnummern zu ihm portiert werden. Jedoch ist die mit dem Wechsel des Festnetz-Anbieters verbundene Rufnummernmitnahme nicht kostenfrei, wie am Beispiel der Telekom und einigen anderen Telefon/DSL-Anbietern dargestellt.
Die dargestellten einmaligen Kosten für die Rufnummernmitnahme fallen an, wenn ein Kunde von einem Festnetz-Telefonanschluss zu dem eines anderen Festnetz-Anbieters wechselt und eine oder mehrere bestehende Telefonnummern zu dem neuen Anbieter mit nimmt.

abgehende Rufnummernmitnahme von Telekomeinmalige Kosten
Telefonnummer analog (Standard)6,92 €
Telefonnummer ISDN-Hauptnummer (Universal)8,10 €
je weitere ISDN-Telefonnummerzzgl. 42 Cent
Rufnummernportierung von 1&1 zu anderem Anbieter
Festnetz-Telefonrufnummer24,90 €
Portierung der Festnetz-Rufnummer von Vodafone
1. Rufnummer30,- €
jede weitere Rufnummerzzgl. 51 Cent
abgehende Rufnummernmitnahme von Vodafone Kabel
Rufnummer7,90 €
Rufnummernmitnahme von o2 zu anderem Provider
Festnetznummer19,90 €
weitere Telefon- und DSL-Anbieter…

Letzte Bearbeitung: 03.02.2016