Die günstige Alternative – Discount-Prepaidkarte für das Handy

tarifvergleich

Vor rund einem Jahr bewegte sich etwas in der bis dahin eher starren Mobilfunkbranche. Der Anbieter simyo bot seine Prepaidkarte an. Dieses Produkt war ganz anders als alles bisher gekannte. Der Handy-Tarif überzeugte durch sehr günstige Preise und einheitliche Abrechnung. Die verbraucherfreundlichen Preise waren aufgrund einer neuen Geschäftspolitik möglich. Für die Abwicklung wurde das Handy-Netz des Netzbetreiber E-Plus verwendet, der Verkauf und die Abwicklung geschah nur über das Internet und Zusatzleitungen gab es so gut wie keine. Ebenso wenig wie ein subventioniertes Handy, das mussten sich der Kunde selbst besorgen. Diese Strategie hatte einen durchschlagenden Erfolg und innerhalb kurzer Zeit folgten weitere Anbieter dem Beispiel.

Die Prepaid-Angebote sind inzwischen zahlreich und doch ähneln sie sich. Der Kunde wählt seine Prepaidkarte aus, kauft sie online und bekommt sie per Post zugesandt. Dann legt der Neukunde die SIM-Karte in sein Handy und lässt den Anschluss freischalten. In dem Kaufpreis ist bereits ein Startguthaben enthalten, weiteres Guthaben kann einfach online aufgeladen werden. Der Gesprächspreis mit einem äusserst günstigen Minutenpreis gilt für Gespräche in alle nationalen Netze und das sogar rund um die Uhr. Anrufe zu der eigenen Mailbox sind fast immer kostenfrei und SMS sind ebenfalls billiger als in den altbekannten Tarifen der Netzbetreiber. Der Kunde telefoniert mit der Prepaidkarte seines Anbieters, verwendet aber das Netz einer der deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber. Eine Grundgebühr fällt nicht an, auch sind mit der Nutzung keine weiteren Kosten verbunden. Es muss lediglich innerhalb einer bestimmten Frist Guthaben auf das Prepaidkonto geladen werden, sonst wird die Prepaidkarte als inaktiv erkannt und von dem Anbieter deaktiviert.

Durch die steigende Anzahl der Anbieter entstand wiederum ein Wettbewerb, die Gesprächs- und SMS-Preise sanken weiter. Diverse Unternehmen bieten immer wieder Preisaktionen, mit denen neue Kunden geworben werden und von denen oft auch Bestandskunden zusätzlich profitieren. So bietet zum Beispiel SIMply noch bis Ende des Monats einen günstigeren Gesprächspreis von 14 Cent pro Minute und mit anderen Kunden des Anbieters kann für nur 4 Cent pro Minute telefoniert werden. Auch bei callmobile gelten zur Zeit diese Preise und sogar noch bis zum 31. August. Zudem bietet der Provider bei dem Erwerb seiner Prepaidkarte ein Startguthaben, das fast dem Kaufpreis der Prepaidkarte entspricht, rechnerisch kostet der Anschluss nur einen Euro. Bei simyo gibt es noch bis zum 06. Juni 20,- € Gesprächsguthaben, wenn die Prepaid-Karte erworben wird, sie kostet aber nur 19,95 €. Bei debitel-light ist die Differenz größer, bis zum 20. dieses Monats bezahlen Neukunden für die Prepaidkarte rechnerisch 4,95 €. Die einmalige Einrichtungsgebühr für die Prepaidkarte von Tchibo beträgt zur Zeit nur 5,- €, der Kunde erhält jedoch einen Euro Startguthaben. Welche Prepaidkarte sein Favorit ist, muss jeder Kunde für sich entscheiden, die Wahl wird durch den Telespiegel Prepaidkarten-Vergleich sicherlich vereinfacht. Die Entscheidung sollte auch davon abhängig gemacht werden, ob eher damit telefoniert oder viele SMS verschickt werden sollen. Andere Dienste wie MMS und Datenübertragung sind mit den Prepaidkarten natürlich auch möglich, meist zu den Konditionen der zugrunde liegenden Tarife der Netzbetreiber. Und ein Handy ist zum Beispiel bei eBay zu einem günstigen Preis erhältlich, oft günstiger als ein subventioniertes Gerät zu einem Handyvertrag eines Netzbetreibers, denn das wird durch die monatliche Grundgebühr refinanziert.

Weitere Informationen

Discount-Handytarife – Vergleich
Handy – Vertragsverlängerung
Vorwahlnummern im Handynetz

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