Abzocke im Internet – Verbraucherzentralen starten Umfrage für mehr Verbraucherschutz

Abzocke im Internet - Verbraucherzentralen starten Umfrage für mehr Verbraucherschutz

Wer einmal den Begriff `gratis´ in eine der Suchmaschinen im Internet eingegeben hat, wird im ersten Moment von der Fülle der Treffer überwältigt gewesen sein. Doch oft sind die als absolut kostenlos angepriesenen Dienste alles andere als gratis. Bei vermeintlichen Gratis-Angeboten wie Gewinnspiele, Online-Tests und auch Gratis-SMS, die eine Anmeldung voraussetzen, sollte deshalb genau hingesehen werden. Sehr häufig sind die Hinweise auf eine Kostenpflichtigkeit in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt. Zwar fallen vor allem jüngere und unerfahrene Internet-Nutzer auf solche Fallen herein, doch auch erfahrene Internetnutzer sind nicht davor gefeit, unwissentlich einen Vertrag abzuschließen.

Dabei sind die meisten dieser Verträge gar nicht gültig. Das wissen aber nicht alle User, denen erst auffällt, dass sie in die Falle getappt sind, wenn sie eine aus dem vermeintlich kostenlosen Angebot resultierende Rechnung erhalten. Auch aus diesem Grund wehren sich viele Verbraucher nicht gegen die unseriösen Machenschaften und zahlen den angegebenen Betrag. Die, die das nicht tun wollen, werden häufig massiv unter Druck gesetzt und sollten sich im Zweifelsfall umgehend an eine der Verbraucherzentralen wenden.

Die fordern schon seit längerem härtere Strafen und engere Regeln für die dubiosen Geschäftemacher. Denn die bisher gefällten Urteile und Regulierungen scheinen keine wirklich abschreckende Wirkung auf die Gauner zu machen. Aus diesem Grund starteten die Verbraucherzentralen der Länder heute eine Umfrage zu dem Thema. Verbraucher werden gebeten, ihre Erfahrungen mit den nur scheinbar kostenlosen Angeboten und den dubiosen Rechnungsstellern mitzuteilen. Es soll festgestellt werden, welche Erfahrungen Betroffene machen, wie viele von ihnen tatsächlich bezahlen, anstatt sich gegen die unberechtigten Forderungen zu wehren und wie viele Minderjährige von dem Problem betroffen sind. Die Ergebnisse der anonymen Umfrage sollen dazu dienen, den Wunsch der Verbraucherzentralen an den Gesetzgeber nach härteren Maßnahmen zu unterstreichen. Auf der Internetseite des Verbraucherzentralen Bundesverband sind die Links und Informationen zu den 16 Verbraucherzentralen der Länder zu finden. Von dort gelangen die User zu der Webseite der Verbraucherzentrale ihre Bundeslandes und dort auf die Umfrage.

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