Nicht zahlen, Anneliese – Dubiose Forderungen vom Callux Forderungsmanagement

verbraucherzentrale Berlin

Wieder einmal warnt eine Verbraucherzentrale vor einer äußerst seltsamen Forderung eines angeblichen Unternehmens. Die Verbraucherzentrale Berlin und auch die Bielefelder Polizei halten nämlich die Rechnungen der Firma Callux Forderungsmanagement für betrügerisch, die derzeit deutschlandweit an Damen mit dem Vornahmen Anneliese verschickt werden.

Tatsächlich gäbe es die Firma Callux nicht, erklärt die Polizei. Hinter der angegebenen Adresse verberge sich vielmehr eine polizeibekannte Person. Die betrügerischen Telefonrechnungen kommen auf dem Postweg und enthalten die Aufforderung, eine offene Forderung für die Nutzung einer `Call by Call, Telefonvorwahl, Sparvorwahl´ zu begleichen. (Ob die Namensähnlichkeit mit der Callax Gruppe, die diverse Call-by-Call-Marken betreibt von dem Betrüger gewollt ist, blieb bisher offen.)

Seltsam erscheint es der Verbraucherzentrale, dass in den ihr vorliegenden Schreiben entweder ein Betrag von 17,26 € oder von 35,20 € inklusive Zinsen und Gebühren gefordert wird. Immer wird die selbe Vorgangs- oder Kundennummer sowie das selbe Nutzungsdatum genannt, nämlich der 12.10.2006. Auch wurden alle der Verbraucherzentrale bisher vorliegenden Schreiben an Damen gesendet, deren Vornahme Anneliese lautet.

Die Vermutung liegt nahe, dass jemand einen Griff in den Topf mit Verbraucherdaten unter dem Buchstaben `A´ gemacht hat. Es sei, so folgert die Verbraucherzentrale, nämlich kaum vorstellbar, dass sich unzählige Damen namens Anneliese verabredet haben, am selben Tag den Call-by-Call-Tarif eines unbekannten Unternehmens zu nutzen. Sowohl die Verbraucherzentrale als auch die Polizei rät, die Forderungen nicht zu begleichen. Das in den Schreiben angegebene Konto sei ohnehin bereits eingefroren worden.

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