Nur vorgetäuscht – Falsches Antivirenprogramm gibt falsche Warnmeldung

Nur vorgetäuscht - Falsches Antivirenprogramm gibt falsche Warnmeldung

Die Experten des Sicherheitsunternehmens G DATA warnen vor einer Masche, die weltweit Probleme bereitet. Denn längst sind es nicht mehr vorrangig Emails, über die schädliche Software verbreitet wird. Auch der Besuch einer Webseite kann einen infizierten Computer zur Folge haben. Das Problem ist schon länger bekannt und ist inzwischen nicht mehr zu unterschätzen. Vor allem in den letzten Wochen seien zunehmend Fälle bekannt geworden, in denen präparierte Webseiten genutzt wurden, um die Internet-User in die Falle zu locken.

Die Internetseiten würden von den Kriminellen gehackt und auf ihnen ein Schadcode hinterlegt. Besucht ein Internetnutzer mit einem unzureichend geschützten Computer diese Webseite, lädt sich der Schadcode unbemerkt auf seinen Computer und installiert ein vermeintliches Antiviren-Schutzprogramm. Das meldet kurz darauf eine angebliche Infektion des Computers mit einer Schadsoftware. Um den Computer von dieser angeblichen Schadsoftware zu befreien, sei der Kauf und die Registrierung für ein bestimmtes Antivirenprogramm nötig, wird dem Nutzer vorgegaukelt. Doch das beworbene Programm ist sogenannte Rogue-Antispyware, gefälschte Anti-Spyware-Software. Wird sie installiert, bringt sie keine Befreiung, sondern lediglich weitere Schädlinge mit sich.

Den Kriminellen geht es um die persönlichen Daten und Kreditkarteninformationen ihrer Opfer, die sie bei der Registrierung für das Programm angeben. Des weiteren wird der Computer durch die Software mit weiteren Schadprogrammen beladen, durch die er unter die Kontrolle der Kriminellen gebracht werden kann. Die stets aktuell gehaltene Software eines seriösen Antiviren-Herstellers kann schon bei dem Besuch der gehackten Webseite eine Infektion verhindern. Zudem sollte das Betriebssystem und andere Programme wie der Browser immer auf dem neusten (Update-)Stand sein. Der Ausschluss bestimmter Inhalte, wie Active-X und Flash im Browser sowie die Einrichtung eines http-Filters, der Webinhalte aussondert, kann ebenfalls dienlich sein.

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