VoIP mit dem Handy – o2 erlaubt Internettelefonie ohne Aufpreis

VoIP mit dem Handy - o2 erlaubt Internettelefonie ohne Aufpreis

Telefonate über das Internet erlebten bereits vor einigen Jahren ihren großen Durchbruch, damals in dem Festnetz-Bereich. Der klassische Telefonanschluss wurde zunehmend durch die Internettelefonie über den DSL-Anschluss ersetzt. Inzwischen bietet nahezu jeder DSL-Provider auch einen VoIP-Telefonanschluss an und lässt seine Kunden damit seine Telefonate über das Internet führen. Die Sprache wird dabei in kleinen Datenpaketen über den Internetanschluss übertragen.

Das ist auch in den Handynetzen möglich, zumindest an den Orten, an denen sie ausreichend gut ausgebaut sind und eine entsprechende Datenübertragungsrate ermöglichen. Dank UMTS können diese Geschwindigkeiten nun vielerorts erreicht werden. Bisher sträubten sich die deutschen Mobilfunknetzbetreiber jedoch dagegen, ihren Kunden VoIP zu erlauben. Sie schlossen die Internettelefonie-Nutzung sogar in ihren Geschäftsbedingungen aus. T-Mobile und Vodafone erlaubten die Nutzung zwar später, belegten sie aber mit zusätzlichen Gebühren, sodass sie an Attraktivität verlor.

Denn die Anbieter befürchten einen Einbruch des klassischen Telefongeschäftes über ihre Mobilfunknetze. Mit der Internettelefonie können Kunden nämlich weltweit sehr günstig telefonieren und VoIP-Nutzer telefonieren untereinander meist sogar kostenlos. Internettelefonie-Software wie die von Skype ist auch für diverse Handymodelle erhältlich. Die Installation ist relativ einfach und die Nutzung unproblematisch. Nun benötigt der Kunde lediglich noch einen Datentarif für das mobile Internet. Weil viel Datenvolumen anfällt, ist ein großer UMTS-Volumentarif oder eine UMTS-Flatrate sinnvoll. Die gibt es bei einigen Anbietern bereits ab monatlich 20,- Euro.

Es ist also nicht verwunderlich, dass sich die Mobilfunkanbieter bisher gesträubt haben, ihren Kunden die Internettelefonie zu erlauben. Der Anbieter o2 durchstößt jetzt aber die Grenze und kündigte heute an, dass alle seine Kunden nun uneingeschränkt und ohne zusätzliche Gebühren Internettelefonie nutzen dürfen. Dafür benötigen sie nur einen Datentarif von o2. Beispielsweise die UMTS-Flatrate namens o2 Internet-Pack-L, die monatlich 25,- € (bei Online-Bestellung 21,25 €) kostet und im besten Fall HSDPA/HSUPA-Bandbreiten erlaubt. „Mit der Öffnung unseres mobilen Highspeednetzes für VoIP-Dienste setzen wir neue Maßstäbe im Bereich mobiles Internet„, sagte der o2-Geschäftsführer Lutz Schüler. Damit hat er sicherlich Recht.

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