BKA und Bitkom warnen – Zunehmende Professionalisierung des Internetbetrugs

Webspione

In immer mehr Kriminalitätsbereichen verwenden Betrüger das Internet, heißt es in einer Mitteilung des Bundeskriminalamts (BKA). Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009 zeigt 23 Prozent mehr Fälle mit dem „Tatmittel Internet„ als im Vorjahr. Noch weiter ist die Anzahl der Straftaten gestiegen, die mithilfe oder gegen moderne Informations- und Kommunikationstechnik begangen wurden. Die Täter in dem Cybercrime seien höchst innovativ und flexibel, erklärt das BKA. Man beobachte im Verborgenen und arbeitsteilig arbeitende, international agierende Tätergruppen, denen es um möglichst hohe Profite gehe. Noch immer bedienen sich die Täter auch gutgläubiger Gehilfen, die Waren oder Gelder in das Ausland weiterleiten, fügt das BKA hinzu.

Rund die Hälfte der Internetnutzer haben laut einer aktuellen, von der Bitkom in Auftrag gegebenen Forsa-Studie schon einmal erlebt, dass ihr Computer mit Schadsoftware infiziert war, die auch persönliche Daten ausspähen kann. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 38 Prozent. Rund sieben Prozent der Nutzer wurden schon einmal ihre Zugangsdaten für Online-Dienste gestohlen. Rund 11 Prozent wurden bereits einmal von Geschäftspartnern in dem Internet betrogen. Zwei Prozent wurden Opfer eines Betrugs bei dem Online-Banking, beispielsweise durch Phishing. Die Zahl dieser Fälle steigt stark an. Die Methoden der Betrüger werden immer raffinierter. Neue Schadsoftware kann zudem gleichzeitig Online-Banking- und Kreditkartendaten ausspionieren. Die steigenden Nutzung von Smartphones sorgt für einen neuen Trend. Es wird vermehrt Schadsoftware auch für diese Geräte entwickelt.

Gesundes Misstrauen und eine moderne Sicherheitsausstattung des Computers seien wichtig, erklärt Bitkom-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Wer das beherzige, für den sei Online-Banking eine sichere Sache. Bislang verzichten jedoch 28 Prozent der Internet-Nutzer aus Sicherheitsbedenken auf Online-Banking. Hier gebe es noch hohen Informationsbedarf, sagte Kempf. Zudem surfe noch jeder fünfte ohne Virenschutz. Auch diesbezüglich und im Umgang mit persönlichen Daten gebe es Aufklärungsbedarf.

Weitere Informationen

Sicherheit im Internet
Kostenloses Antiviren-Programm

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Risiko durch „EvilVideo“ – schwerwiegende Sicherheitslücke bei Telegram

Risiko durch „EvilVideo“

Schwerwiegende Sicherheitslücke bei Telegram

Wer die Telegram-App auf seinem Android-Gerät verwendet, muss aufpassen. Aktuell gibt es eine schwerwiegende Sicherheitslücke, die von Cyberkriminellen ausgenutzt wird. In der neusten Version wurde diese bereits geschlossen, weshalb User ihre Anwendung so schnell wie möglich aktualisieren sollten. […]

Das neue Xiaomi Mix Flip – Foldable stellt Samsung-Geräte in den Schatten

Das neue Xiaomi Mix Flip

Foldable stellt Samsung-Geräte in den Schatten

Xiaomi hat sein erstes faltbares Smartphone auf den Markt gebracht. Dank einiger spektakulärer Features ist das neue Xiaomi Mix Flip ein echter Konkurrent für die neuen faltbaren Modelle von Samsung. Wann das Xiaomi-Foldable hierzulande auf den Markt kommt, ist allerdings bisher nicht bekannt. […]

Globale Computerstörung – weltweite IT-Panne mit „historischem Ausmaß“

Globale Computerstörung

Weltweite IT-Panne mit „historischem Ausmaß“

Ein Fehler in einem Software-Update hat heute zu Chaos an Flughäfen, der Schließung von Supermärkten sowie massiven Problemen in Krankenhäusern geführt. Die heutige globale IT-Panne hat weltweite Auswirkungen, deren Ausmaß sich erst noch zeigen wird. Ein Cyberangriff wird ausgeschlossen. […]

Glasfaserausbau – Hamburg übernimmt Hälfte des Netzbetreibers willy.tel

Glasfaserausbau

Hamburg übernimmt Hälfte des Netzbetreibers willy.tel

Die Stadt Hamburg will den Ausbau des Glasfasernetzes schneller vorantreiben. Hierzu ist sie jetzt eine Kooperation mit dem privaten Netzbetreiber willy.tel eingegangen. Durch die Übernahme von 49,9 Prozent des Unternehmens sollen in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Haushalte versorgt werden. […]

Zahlungsaufforderung per SMS – Urteil: Forderungen können zulässig sein

Zahlungsaufforderung per SMS

Urteil: Forderungen können zulässig sein

Nicht jede Zahlungsaufforderung per SMS ist Spam. Das OLG Hamm hat entschieden, dass Mahnungen per SMS zulässig sein können. Dies ist dann der Fall, wenn die Forderung berechtigt ist und die Nachricht tagsüber beim Empfänger eingeht. Geklagt hatte der vzbv gegen ein Inkassounternehmen. […]