Die Ermittlungen begannen bereits vor eineinhalb Jahren, teilte Microsoft mit. Bei dem Microsoft Produktidentifikationsservice (PID-Service), zu dem Fachhändler und Endkunden Microsoft-Produkte zwecks Überprüfung auf Echtheit schicken können, wurden auffällig viele Fälschungen von Windows XP-Sicherungskopien eingesandt. Microsoft führte daraufhin Testkäufe durch, begann eigene Ermittlungen und erstattete schließlich Strafanzeige.
Letzte Woche durchsuchte die Kriminalpolizeiinspektion Görlitz gemeinsam mit den Landeskriminalämtern Berlin, Sachsen und Brandenburg sowie mit der tschechischen Kriminalpolizei unter Leitung der Staatsanwaltschaft Görlitz 14 Objekte im In- und Ausland. Die 88 eingesetzten Beamten wurden fündig. Sie konnten mehrere Tausend Raubkopien und einige andere Beweismittel sicherstellen. Vier Personen wurden verhaftet.
Die Beschuldigten hatten offensichtlich Fälschungen des Betriebssystems Windows XP vorrangig im Internet über immer neue Strohleute verkauft und damit europaweit etwa 40.000 Käufer geschädigt. Der Schaden für Microsoft belaufe sich auf geschätzte fünf Millionen Euro, teilte der Softwarehersteller mit.
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