Outlook.com – Microsofts neuer Emaildienst als Hotmail-Nachfolger

Emaildienst Outlook.com als Hotmail-Nachfolger von Microsoft gestartet

Internetnutzer, die eine persönliche E-Mail-Adresse einrichten möchten, können zwischen zahlreichen E-Mail-Provider wählen. Insbesondere die Nutzung eines unabhängigen E-Mail-Kontos ist sinnvoll. Ist die E-Mail-Adresse nämlich beispielsweise an den DSL-Anbieter gebunden, muss diese bei einem Anbieterwechsel meist aufgegeben werden. Deshalb lohnt sich ein Blick auf Provider wie Web.de, Google und Microsoft. Sie bieten lebenslang kostenlose E-Mail-Adressen, auch bei einem Umzug und Anbieterwechsel.

Seit 1996 bietet der Webmailer Hotmail seine Dienste an. Ein Jahr später wurde Hotmail von Microsoft gekauft, erhielt den Namen MNS Hotmail, dann Windows Live Hotmail, danach Microsoft Hotmail. Am letzten Dienstag enthüllte Microsoft seinen neuen Webmailer, der auf lange Sicht Hotmail ablösen soll. In Anlehnung an seine E-Mailsoftware Outlook nannte das Unternehmen den neuen Dienst Outlook.com. Nutzer von Hotmail sollen mitsamt ihrer Daten einfach zu Outlook.com wechseln können.

Der E-Mail-Dienst sei von Grund auf neu gestaltet worden, erklärte der Microsoft-Manager Chris Jones in dem Unternehmens-Blog. Microsoft denke, es sei an der Zeit, die persönliche E-Mail neu zu erfinden. Man habe gemerkt, dass man einen mutigen Schritt machen müsse. Unter der aufgeräumten Benutzeroberfläche befindet sich deshalb nahezu unbegrenzter Speicherplatz, Spamschutz und integrierte Microsoft Office-Anwendungen (Word, Excel, PowerPoint). Außerdem kann der Nutzer seinen Account mit sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und LinkedIn verknüpfen und Daten direkt aus dem Dienst in Microsofts Cloud-Speicherdienst Skydrive ablegen. Zudem ist eine Verknüpfung mit dem im letzten Jahr von Microsoft übernommen Internettelefonie-Dienst Skype vorgesehen (telespiegel-News vom 10.05.2011).

Outlook.com sei für die Nutzer kostenlos und weitgehend werbefrei, verspricht Microsoft. Zudem würden Nutzer-E-Mails nicht gescannt, um die gewonnenen Informationen für Werbung zu verwenden und Microsoft überlasse es dem User zu entscheiden, ob er seinen E-Mail-Account mit sozialen Netzwerken verknüpfen wolle. Diese Aussagen machen besonders deutlich, worauf der Hotmail-Nachfolger ebenfalls ausgerichtet ist: Googles E-Mail-Dienst Gmail Konkurrenz zu machen.

Update vom 19.02.2013

Heute wurde die Preview-Phase beendet. Nun beginnt Microsoft, die Hotmail-Accounts automatisch auf Outlook.com umzustellen.

Update vom 03.05.2013

Microsoft hat Hotmail vollständig auf Outlook.com umgestellt.

Weitere Informationen

E-Mails im richtigen Ton
E-Mail-Server Einstellungen
Google Mail wird auch in Deutschland zu Gmail (20.06.2012)

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