Browserwahl – EU-Kommission verhängt Strafzahlung gegen Microsoft

EU-Kommission verhaengt Strafzahlung gegen Microsoft

Microsoft muss entsprechend einer Absprache mit der EU-Kommission auf allen Windows-Betriebssystemen darüber informieren, dass neben dem vorinstallierten Internet Explorer alternative Browser zur Verfügung stehen. Dieser Hinweis muss bei dem ersten Hochfahren beziehungsweise nach der Neuinstallation eines Windows-Betriebssystem angezeigt werden. Entscheidet sich der Nutzer für einen der alternativen Browser, wird dieser installiert und als Standardbrowser eingerichtet. Der Internet Explorer verbleibt dennoch auf dem System. Der „Browserwahl„-Hinweis (telespiegel-News vom 03.03.2010) soll dafür sorgen, dass die Konkurrenten nicht benachteiligt werden und der Wettbewerb nicht behindert wird. Die zwischen dem Unternehmen und der EU-Kommisssion getroffene Vereinbarung entspringt einem lange andauerndem Wettbewerbsverfahren und gilt für zunächst fünf Jahre bis 2014.

Im Juli diesen Jahres teilte die EU-Kommission mit, dass erneut ein Kartellverfahren gegen Microsoft eingeleitet worden sei. Der Software-Konzern hatte seinen Nutzern von Windows 7 mit dem Service-Pack 1 keine Browser-Auswahl zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen aus Redmond entschuldigte sich dafür und erklärte, es handele sich dabei um einen technischen Fehler. Dieser Fehler sei im Juli bemerkt und sofort korrigiert worden. Für die Test-Version von Windows 8, das ab dem 26. Oktober 2012 ausgeliefert werden soll, gibt es inzwischen eine modifizierte Browserwahl als ein Update.

Dennoch wird die EU-Kommission eine Kartellstrafe in bisher nicht bekannter Höhe gegen das Unternehmen verhängen. Dies sei unvermeidbar, sagte der EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia der Nachrichtenagentur AFP, denn es habe einen Verstoß gegeben, der länger als ein Jahr angedauert habe. Aus diesem Grund müsse die EU-Kommission reagieren und Sanktionen verhängen.

Weitere Informationen

Surfen per Internet-by-Call

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Google zeigt gelöschte Bewertungen – mehr Transparenz oder Misstrauen?

Google zeigt gelöschte Bewertungen

Mehr Transparenz oder Misstrauen?

Google macht jetzt sichtbar, wie viele Rezensionen Unternehmen löschen lassen. Während Verbraucher dadurch mehr Transparenz erhalten sollen, warnen Experten vor neuen Problemen bezüglich Vertrauen und Manipulation von Online-Bewertungen. […]

Neuer Minderungs-Rechner – Ansprüche bei schlechtem Handyempfang

Neuer Minderungs-Rechner

Ansprüche bei schlechtem Handyempfang

Mit dem neuen Minderungs-Rechner der Verbraucherzentrale NRW können Verbraucher bei schlechtem Handyempfang mögliche Minderungen berechnen und ihre Ansprüche einfacher gegenüber Mobilfunkanbietern durchsetzen. […]

Internetfallen im Urlaub vermeiden – Sicher surfen auf Reisen

Vorsicht

Internetfallen im Urlaub

Ob Urlaub im In- oder Ausland: Wer unterwegs öffentliche WLAN-Netze nutzt oder sein Smartphone an fremden Ladestationen anschließt, setzt sich möglichen Internetfallen aus. Welche Risiken bestehen und wie Reisende ihre Daten und Geräte wirksam schützen können. […]

OLG Koblenz kippt zentrale 1&1-AGB – Stärkung der Verbraucherrechte

OLG Koblenz kippt zentrale 1&1-AGB 

Stärkung der Verbraucherrechte

OLG Koblenz kassiert zentrale AGB-Klauseln von 1&1: Von automatischen Vertragsverlängerungen bis zur Rechnungszustellung im Kundenportal – das Urteil stärkt Verbraucherrechte deutlich und knüpft an die Rechtsprechung zum Kündigungsbutton an. […]

Windows plant Wandel – weniger Update-Zwang, mehr Nutzerkontrolle

Windows plant Wandel

Weniger Update-Zwang, mehr Nutzerkontrolle

Mit dem Projekt „Windows K2“ will Microsoft Windows grundlegend verbessern. Weniger erzwungene Updates, mehr Flexibilität und höhere Stabilität stehen dabei im Fokus. Gleichzeitig sollen Leistung, Gaming und Benutzerfreundlichkeit optimiert werden. […]