Spionage – China hört bei Billighandys mit

Spionage - China hört bei Billighandys mit

Das Smartphone Star N9500 ist als Konkurrent des Samsung Galaxy S4 und anderer High-End Smartphones in den Handel gekommen. Der günstige Preis der fast vollständigen Kopie des Galaxy S4 lockt die Kunden, doch die müssen einen Kauf möglicherweise teuer bezahlen. Denn in der morgigen Ausgabe (14/2014) berichtet COMPUTER BILD davon, dass China bei diesen Handys mithört.

Gemeinsam mit Experten von G Data haben die Redakteure herausgefunden, dass der Hersteller beim Star N9500 alle Daten abrufen kann. Mehr noch: Es ist möglich, unbemerkt Apps zu installieren, die Kontrolle über Kamera und Lautsprecher zu übernehmen oder teure Premium-Mails zu verschicken. Das gesamte Handy kann im Prinzip ferngesteuert werden inklusive des Ausspähens von Online-Banking-Daten und von Kundenaccounts bei Online-Shops sowie der gesamten Kommunikation.

Entdeckt wurde die Spionage-Möglichkeit durch die G-Data-Sicherheitssoftware. Diese schlug Alarm. Um die Ursache herauszufinden, haben die Spezialisten das Smartphone aus China untersucht. Das Ergebnis: Es ist über eine nur von Entwicklern zu bemerkende Schnittstelle möglich, Apps aus der Ferne zu installieren. Installationsprotokolle werden dabei sofort gelöscht. Auf diese Weise lassen sich Malware und andere Programme auf dem Gerät installieren, ohne dass es der Nutzer bemerkt. Das Resultat: Der Hersteller oder andere Institutionen können nicht nur „mithören„. Sondern es ist Angaben der Zeitung ein Vollzugriff auf das Start N9500 möglich. Die auf diese Weise abgegriffenen Daten werden an einen anonymen Server gesendet. Die Spezialisten konnten der Spur bis nach China verfolgen, dort löste sie sich auf.

Der telespiegel empfiehlt Nutzern, grundsätzlich auf die Originalware von Markenherstellern zurückzugreifen. Sollte sich die möglicherweise absichtlich eingeschleuste Sicherheitslücke bestätigen, ist Besitzern des Star N9500 dringend ein alternatives Smartphone zu empfehlen.

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