Android – alte Versionen dominieren noch immer

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Eine Software mit automatischen Updates ist normalerweise immer auf dem neuesten Stand. Anders sieht das beim Betriebssystem Android aus. Hier gibt es durch diverse Hersteller-Varianten zum Teil nicht einmal mehr Sicherheitsupdates für ältere Versionen. Von einem automatischen Umstieg auf die neueren Versionen ganz zu schweigen. Exemplarisch zeigt sich dies an der Verbreitung der Versionen von Android 4. Diese machen über 40 Prozent der aktuell im Umlauf befindlichen Android-Versionen aus. Neue Geräte werden jedoch längst mit Version 6 ausgeliefert.

Verteilung der Android-Versionen im Sommer 2016

Nach aktuellen Zahlen sind nur 18,7 Prozent der Geräte mit Marshmallow (Android 6) bestückt. Immerhin 35 Prozent laufen auf der Vorgängerversion Lollipop (Android 5). Die inzwischen auch in puncto Sicherheit veralteten Versionen von Android 4 machen zusammen 44,7 Prozent aus. Dabei entfallen 27,7 Prozent auf KitKat (4.4) und 15,6 Prozent auf Jelly Bean (4.1 bis 4.3) sowie 1,4 Prozent auf Ice Cream Sandwich (4.0). Selbst die Uralt-Versionen Gingerbread (2.3) und Froyo (2.2) sind noch Motor für zusammen 1,6 Prozent der Android-Geräte. Fast jedes zweite Gerät läuft also auf einer nicht aktuellen Software.

Die Zahlen wurden bei Zugriffen auf Google Play zwischen dem 30. August und 05. September ermittelt. Voraussetzung war, dass eine neue Version der Play-Store-App installiert war. Da nur die Zugriffe gezählt wurden, gibt es ggf. zur tatsächlichen Verbreitung eine größere Abweichung. So ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Nutzer älterer Geräte möglicherweise keine aktuellen Apps herunterladen und Zugriffe entsprechend nicht gezählt werden konnten, während Nutzer neuerer Versionen voraussichtlich technikaffiner sind und mehr Apps herunterladen. Daher ist ein Ungleichgewicht zugunsten neuerer Versionen in dieser Stichprobe möglich.

Wann gibt es Android-Updates?

Grundsätzlich stellt Google als Softwareschmiede von Android Sicherheitsupdates und Upgrades auf neue Versionen zur Verfügung. Das Problem für Nutzer ist jedoch, dass ihre Smartphone-Hersteller ihnen eine für ihr Gerät angepasste Android-Version bereitstellen. Daher kommt es bei Sicherheitsupdates selbst dann zu Verzögerungen, wenn das Gerät auf „automatische Updates“ eingestellt ist. Die Nutzer könnten jedoch alle offiziellen Updates und Version-Upgrades selbst einspielen. Dann verlieren sie jedoch ihre herstellerspezifische Oberfläche. Zudem sind erweiterte Kenntnisse unabdingbar.

Nutzer älterer Geräte laufen damit Gefahr, durch ein unsicheres Betriebssystem angreifbar zu werden. An dieser Stelle sind die Hersteller gefordert, von ihrer Praxis abzuweichen und auch für ältere Geräte Upgrades auf neue Versionen zu ermöglichen, sofern diese die technischen Mindestvoraussetzungen erfüllen.

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