Windows – überraschende und wichtige Updates für XP und Vista

Microsoft unterstützt ältere Betriebssystemversionen grundsätzlich nicht mit Sicherheitsupdates. Erreichen die nicht mehr aktuellen Systeme ein gewisses Alter, stellt das Unternehmen den Support komplett ein. Das gilt unter anderem für Windows XP seit drei Jahren und für Windows Vista seit April 2017. Überraschenderweise stehen für beide Systeme nun aber doch Sicherheitsupdates bereit, die Nutzer dringend einspielen sollten. Darauf weist Microsoft in seinem Blog hin.

Patches für XP und Vista schließen eklatante Sicherheitslücken

Hintergrund für diese nicht zu erwartenden Patches sind erhebliche Sicherheitslücken in allen Windows-Systemen. Diese zeigten sich, als im Mai 2017 der Cyber-Angriff Wannacry startete und sich als Schadsoftware automatisch verbreitete. Innerhalb kurzer Zeit waren Hunderttausende von Rechnern befallen.

Wannacry nutzt eine Sicherheitslücke in der Systemarchitektur von Windows. Bei der Auseinandersetzung mit dem Problem stellte sich heraus, dass über dieses Einfallstor offenbar auch staatliche Behörden das System austricksen und Daten auslesen konnten. Aus diesem Grund hat sich Microsoft ausnahmsweise dazu bereit erklärt, einen Sicherheitspatch bereitzustellen. Denn trotz des Supportendes nutzen weltweit beispielsweise noch über fünf Prozent der Rechner Windows XP. Das „ungeliebte“ Vista kommt inzwischen nur noch auf einen Anteil von um einem Prozent.

So schützen sich Nutzer der älteren Windows-Versionen

Nutzer sollten daher dringend ihr Windows auf den aktuellsten Stand bringen. Denn ohne Patch können Hacker insbesondere nach dem Offenlegen der Lücke problemlos in die Systeme einhacken. Ein Umstieg auf Windows 10 ist nach Auffassung von Microsoft der beste Weg. Unkompliziert ist es auch, wenn auf dem jeweiligen System automatische Updates erlaubt sind. Dann installiert Windows den Patch selbstständig. Wer diese Updateautomatik jedoch unterbunden hat, muss manuell mehrere Dateien einspielen. Diese sind auf einer besonderen Patch-Übersicht aufgelistet. Grundsätzlich sollten alle dort hinterlegten Updates für das jeweilige System installiert sein bzw. werden. Die jetzt geschlossene Sicherheitslücke zeigt jedoch, dass ein Umstieg auf eine weiterhin unterstützte Windows-Version äußerst wichtig ist, um auch zukünftig vor Angriffen geschützt zu sein.

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