Lokale 5G-Frequenzen – Regionale Netzbetreiber in den Startlöchern

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Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) fordert nach dem Abschluss der 5G-Frequenzauktion im vergangenen Monat und der Veröffentlichung eines „Entwurfs einer Verwaltungsvorschrift für Frequenzzuteilungen für lokale Frequenznutzungen“ von der Bundesnetzagentur, dass die Vergabe für die lokale Nutzung der vorgesehenen 5G-Frequenzen zeitnah startet.

5G-Frequenzen für lokale Anwendungen

Die 5G-Frequenzen 3,7 bis 3,8 GHz sowie 26 GHz wurden von der Bundesnetzagentur für die lokale Anwendung reserviert, weshalb sie nicht Gegenstand der Mitte Juni zu Ende gegangenen 5G-Auktion waren. Eine gesonderte Vergabe ist vorgesehen. BREKO begrüßt diese Entscheidung, da sie lokal den Eintritt weiterer Anbieter ermöglicht, wodurch die Produkt- und Anbietervielfalt gesteigert werden kann.

Die Vergabe muss zeitnah starten

BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers erläutert:

„Die Bundesnetzagentur muss nun zeitnah die Vergabe der lokalen 5G-Frequenzen starten, damit insbesondere die zahlreichen mittelständischen Unternehmen – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – von leistungsfähigen 5G-Lösungen profitieren können. Mit Glasfaser bis zum Unternehmen in Verbindung mit 5G als ‚mobiler Glasfaser‘ machen wir die Unternehmen fit für den Wettbewerb und stärken so den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Auch Prof. Dr. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) betont, dass die Zukunft des Mittelstandes digital sei. Die Voraussetzungen hierfür seien in Form von digitaler Bildung, einem Ausbau der Infrastruktur sowie einer modernen Verwaltung zu schaffen. Dies müsse so schnell wie möglich geschehen, da leistungsfähige und belastbare Netze und Anschlüsse für verschiedene Schlüsseltechnologien benötigt werden. So gehe es aktuell vor allem darum, „die lokalen 5G-Frequenzen an den Start zu bringen“, so Ohoven.

Ideale Partner für mittelständische Unternehmen

Durch die lokalen 5G-Frequenzen ist es möglich, den Geschäftskunden individuelle Angebote zu machen, um spezifische Anforderungen zu erfüllen. Aus diesem Grund sind die regionalen Netzbetreiber der BREKO insbesondere für mittelständische Unternehmen der ideale Partner, um 5G-Campus-Lösungen zu realisieren. Albers erläutert, dass viele der 190 Netzbetreiber der BREKO die zukunftssicheren Glasfasernetze bis in die Gebäude oder bis direkt zum Anschluss der Kunden bauen.

Lokale Netze sind sicherer

Die lokalen, unabhängigen Netze haben eine höhere Angriffs- und Ausfallsicherheit als ein einziges, bundesweites Netz, wodurch die Betriebsfähigkeit sichergestellt wird. Durch die lokalen Netze, können auch abgelegenere Orte mit den 5G-Frequenzen versorgt werden, um ein flächendeckendes Netz zu schaffen. Bisher können die Anträge auf Frequenzzuteilung jedoch noch nicht gestellt werden, da die Gebührenhöhe noch nicht festgelegt wurde. Die Bundesnetzagentur gibt an, dass der Start des Antragverfahrens auf ihrer Webseite bekannt gegeben wird.

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