Sicherheitslücke bei WhatsApp – Update wird dringend empfohlen

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Eine riesige Sicherheitslücke ermöglichte es Cyberkriminellen, eine Überwachungssoftware auf die Smartphones der Nutzer von WhatsApp zu installieren. Die Smartphones wurden durch einen präparierten WhatsApp-Anruf mit der Spyware infiziert.

Präparierter WhatsApp-Anruf

Eine große Sicherheitslücke in der Internet-Telefonie des Messenger-Dienstes ermöglichte, dass die Spyware selbst dann auf Geräte eingeschleust werden konnte, wenn die Angerufenen den präparierten Anruf nicht annahmen. Aus diesem Grund bemerkten viele Betroffene gar nicht, dass sie ausspioniert wurden. Seit Anfang Mai hatte WhatsApp Kenntnis von diesem Problem. Mittlerweile konnte die Sicherheitslücke erfolgreich von dem Instant-Messaging-Dienst geschlossen werden. Von den Angriffen waren gleichermaßen Android-Smartphones, iPhones und Smartphones mit Windows 10 und Tizen betroffen. Der zum Facebook-Konzern gehörende Messenger-Dienst geht davon aus, dass ganz gezielt bestimmte Nutzer durch den Angriff ausspioniert werden sollten. Die Sicherheitslücke wurde nämlich entdeckt, als ein kanadischer Menschenrechtsanwalt mehrere verpasste WhatsApp-Anrufe auf seinem Smartphone feststellte und sich daraufhin an das Citizen Lab der Universität Toronto wandte.

Hinter dem Angriff steckt vermutlich die NSO

Es wird vermutet, dass hinter diesem Cyberangriff die israelische Firma NSO steckt. Dies berichteten sowohl die New York Times als auch die Financial Times. Die israelische Firma verkauft Spionage-Werkzeuge an verschiedene Regierungen. Besonders pikant ist, dass der kanadische Menschenrechtsanwalt zuvor an mehreren Klagen gegen NSO beteiligt war. Der Messenger-Dienst WhatsApp schaltete nun auch US-Regierungsbehörden für weitere Ermittlungen ein. NSO gab in einer Stellungnahme an die Londoner Wirtschaftszeitung Financial Times an, dass das Unternehmen seine Werkzeuge selbst nicht einsetze. Der Einsatz der Spionage-Werkzeuge erfolge ausschließlich durch Geheimdienste und Sicherheitsbehörden.

WhatsApp-Nutzern wird Update empfohlen

WhatsApp empfiehlt allen Nutzern des Messenger-Dienstes sowohl die App als auch das Betriebssystem auf den aktuellsten Stand zu bringen. Folgende WhatsApp Versionen sind von der Sicherheitslücke abgesichert:

  • Windows Phone: v2.18.348 Android: v2.19.134
  • Business für Android: v2.19.44
  • iOS: v2.19.51
  • Business für iOS: v2.19.51
  • Tizen: v2.18.15

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