„Merry Christmas“ – Vodafone versteigert die erste SMS der Welt

„Merry Christmas“ – Vodafone versteigert die erste SMS der Welt
Die allererste SMS der Welt wurde im Vodafone-Netz vor fast drei Jahrzehnten übermittelt. Empfangen wurde sie von Vodafone-Mitarbeiter Richard Jarvis auf einer Weihnachtsfeier am 3. Dezember 1992. © Vodafone

Die erste SMS, die jemals versendet wurde, besteht aus lediglich 15 Buchstaben: Merry Christmas. Vor fast 30 Jahren wurde die weltweit allererste Kurznachricht über das Vodafone-Netz vermittelt und von dem Vodafone-Mitarbeiter Richard Jarvis auf der Weihnachtsfeier im Jahr 1992 empfangen. Dies war ein bedeutsamer Moment der Mobilfunk-Technologie. Nun versteigert Vodafone eine einzigartige Nachbildung des ursprünglichen Kommunikationsprotokolls, mit welchem die SMS damals übermittelt wurde, für einen guten Zweck.

Wann und wo findet die Versteigerung der ersten Kurznachricht statt?

Auf einer Auktion, die am 21. Dezember dieses Jahres stattfindet, wird die weltweit erste Kurznachricht als Non-Fungible Token, kurz NFT, versteigert. Non-Fungible bedeutet nicht austauschbar und bezeichnet den Nachweis über das Eigentum eines Vermögenswerts und den damit verbundenen Rechten. Vereinfacht gesagt, ist es ein digitaler Nachweis über den Besitz eines Objekts. Gespeichert werden Non-Fungible Token auf der sogenannten Blockchain (einer digitalen Brieftasche).

„Die Mutter aller Messaging-Dienste kommt unter den Hammer. Mit dieser Auktion bringen wir den Pioniergeist von zwei Jahrhunderten zusammen. Wir verewigen die erste SMS der Welt auf der Blockchain. Und versteigern ihre frohe Botschaft als NFT für einen guten Zweck“ sagt Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter.

Auf der anstehenden Auktion, die vom Auktionshaus Aguttes in Frankreich organisiert wird, kann eine detailreiche, einzigartige Nachbildung des ursprünglichen Kommunikationsprotokolls ersteigert werden, mit welchem die Kurznachricht am 3. Dezember 1992 von einem Computer auf ein Handy übermittelt wurde. Der Erlös aus der Versteigerung kommt der Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen (UNHCR) zugute.

„Technologie hat schon immer die Kraft gehabt, die Welt zu verändern. Durch die Kombination aus bahnbrechender Technologie mit sozialem Engagement kann das UNHCR Flüchtlingen und Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, weiterhin helfen. Und ihnen die Möglichkeit geben, ihr Leben zu verändern sowie eine bessere Zukunft aufzubauen – für sich selbst, ihre Angehörigen und die Gemeinden, in denen sie leben“, so Christian Schaake, Head of UNHCR´s Private Sector Partnerships Service.

Wie hat sich die SMS-Nutzung seither entwickelt?

Nur sieben Jahre nach der ersten SMS, war es möglich, dass Personen Kurznachrichten über mehrere Netze versenden können. Dies bewirkte einen regelrechten Boom der SMS. Bereits ein Jahr später, im Jahr 2000 wurden allein in Deutschland knapp 11,4 Milliarden SMS versendet. Den Höhepunkt erreichte die Textnachricht dann im Jahr 2012 mit 59,8 Milliarden versendeten SMS in Deutschland. Mittlerweile hat das Versenden von SMS (im Jahr 2020 nur noch 7 Milliarden) allerdings wieder enorm an Bedeutung verloren. Immer häufiger kommen stattdessen Messenger-Dienste zum Einsatz. So werden wohl auch in diesem Jahr die Weihnachtswünsche wohl eher über WhatsApp, Signal und Co. statt per SMS versendet werden.

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