Das Nachrichtenmagazin heise online berichtet, dass derzeit zahlreiche GMX-Emailaccounts gehackt und zum Spam-Versand genutzt werden. Die Angreifer verschaffen sich mit der Brute Force-Methode Zugang zu den betroffenen Emailpostfächern, vermutet heise online. Dabei wird durch Ausprobieren versucht, das Passwort des Accounts herauszufinden. Ist das Eindringen geglückt, wird das Postfach dazu genutzt, Spam-Emails offensichtlich insbesondere an die in dem Adressbuch aufgeführten Kontakte zu verschicken. Auch der Emailprovider GMX verwendet Sicherheitsmechanismen, die vor Attacken schützen sollen. Beispielsweise wird nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen für einen gewissen Zeitraum jeder weitere über die IP-Adresse durchgeführte Login-Versuch abgewiesen. Dieser Sicherheitsmechanismus kann aber umgangen werden. Steht dem Angreifer ein Netzwerk von Computern mit unterschiedlichen IP-Adressen zur Verfügung, wie es beispielsweise in einem Botnet der Fall ist, kann er theoretisch beliebig viele Login-Versuche durchführen.
Insbesondere schwache Passwörter schützen das Postfach in diesem Fall nicht lange. Ein möglichst sicheres Passwort ist mindestens acht Zeichen lang, besteht aus Gross- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und ist nicht zu erraten, empfehlen Experten. Ob auf den eigenen Emailaccount ein Angriff durchgeführt wurde, können Nutzer nach dem Einloggen auf der GMX-Webseite erkennen. Dort führt der Emailprovider die Anzahl der fehlgeschlagenen Login-Versuche auf. Ankommende Emails von Bekannten, die GMX-Emailadressen verwenden, sollten derzeit kritisch beäugt werden, bevor man enthaltene Links und Anhänge öffnet, lautet ein ebenfalls guter Rat.
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