Urteil – Kunde hätte allgemeine Geschäftsbedingungen von „Gratis“-Dialer lesen müssen

Urteil - Kunde hätte allgemeine Geschäftsbedingungen von "Gratis"-Dialer lesen müssen

Ein Internetnutzer hatte sich auf einer Erotik-Seite einen Dialer heruntergeladen, der als „Gratis-Zugang„ bezeichnet war. Der Dialer beendete die bestehende Internetverbindung des Nutzers und wählte dessen Computer über eine 0190-Nummer wieder in das Internet ein. Das die Verbindung jedoch 3,60 DM pro Minute kostet, konnte nur in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters nachgelesen werden und so wurde der Internetnutzer mit 5844,- €, zur Kasse gebeten.
Der Kunde, der kurz vorher die obligatorische Sperrung von 0190-Nummern (Rufnummernsperre) durch den Münchner Telefonanbieter M“Net hatte aufheben lassen, klagte gegen die Forderung des Anbieters und verlor.

Das Münchner Landgericht wies die Klage ab, es sei allgemein bekannt, „dass Erotik-Service-Leistungen etwas kosten“. Der Anwender habe sich durch Anklicken eines Buttons in den AGB über den Preis informieren können, obwohl das Programmfenster als „Gratis-Zugang“ bezeichnet war (Az. 27 O 15933/03, 27. Zivilkammer des Landgerichts München I).

Weitere Urteile:

Gerichtsurteile – Internet
Gerichtsurteile – Festnetz
Gerichtsurteile – Handy

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


14 + siebzehn =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Handywerbung angeklickt und Abo eingehandelt

Falle

Handywerbung angeklickt und Abo eingehandelt?

Seit einem Jahr gibt es einen besseren Schutz vor ungewollten Abo-Diensten, eine zusätzliche Drittanbietersperre ist trotzdem dringend ratsam. Denn eine Reklamation gestaltet sich für den Kunden schwierig, der dabei seinem eigenen Geld hinterherlaufen muss. […]

Kriminalitätsbekämpfung – WLAN-Router sollen den Wachmann ersetzen

Kriminalitätsbekämpfung

WLAN-Router sollen den Wachmann ersetzen

Die Universität Bonn arbeitet gemeinsam mit der Polizeidirektion Osnabrück und dem Karlsruher Institut für Technologie an einem Projekt. Ziel ist es, WLAN-Router zur verbesserten Verfolgung von Einbruchskriminalität einzusetzen. Hierzu sollen Router um die Möglichkeit einer Alarmanlage erweitert werden. […]

Bundesnetzagentur – Vertriebsverbot für einen WLAN-Repeater

Bundesnetzagentur

Vertriebsverbot für einen WLAN-Repeater

Im aktuellen Amtsblatt hat die BNetzA eine Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbots für einen WLAN-Repeater veröffentlicht. Auch eine Rücknahme wurde mittels dieser ausgesprochen. Der Hersteller kann nun Widerspruch einlegen. […]