Zweckheirat – Microsoft und Suse Linux-Anbieter Novell kooperieren

Handschlag

Wie Hund und Katze, so ähnlich könnte das bisherige Verhältnis zwischen dem Hause Microsoft und dem Software-Anbieter Novell beschrieben werden. Der bietet unter anderem Varianten des kostenlosen Open-Source Betriebssystems Linux für Desktops und Server an, das Microsoft schon immer ein Dorn im Auge war. Doch die Benutzerzahlen gaben der Idee von Linux recht, in mehr als zehn Prozent der Unternehmen wird bereits Linux als Betriebssystem für Server eingesetzt. Die mit der Software um Linux-Netzwerke erreichten Umsätze stiegen in dem letzten Jahr um mehr als sechs Prozent, die für Microsoft-Systeme dagegen nur um die Hälfte. So musste Microsoft erkennen, dass Linux zu einem ernsthaften Konkurrenten für das eigene Betriebssystem geworden ist.

Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dieses, und die drängende Nachfrage der Nutzer, der Grund für die angekündigte Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Einst von Microsoft hart beschimpft, soll das Linux-System von Novell und das aus dem Hause Microsoft zukünftig einvernehmlich auf einem PC oder Server betrieben werden können, ohne negative Konsequenzen für die Nutzer. Die beiden Unternehmen kündigten an, zukünftig auf der Basis ihrer unterschiedlichen Betriebssysteme zusammen an Software-Lösungen forschen, gemeinsame Software zu entwickeln und diese zu vertreiben. Microsoft wird seinen Kunden dann zusätzlich die Linux-Version Suse Linux Enterprice von Novell empfehlen (jedoch nur wenn diese darauf bestehen) und dafür einen Support anbieten. Die Kooperation bedeutet auch ein Ende der Patentklagen, mit denen sich die Unternehmen beiderseitig eindeckten, denn sie haben ihren Kunden Rechtssicherheit, zumindest bis zum Jahr 2012, versprochen.

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