Die Steigerung von schnell – Vodafone und T-Mobile rüsten ihr UMTS-Netz mit HSDPA aus

CeBIT

Für einige ist es schon ein Begriff, UMTS, der Mobilfunk-Standard, der GSM ablösen soll. Bisher verwendeten Handy-Nutzer das GSM-Netz, um WAP-Seiten, Spiele oder andere Anwendungen auf ihr Handy zu laden. Dank des Datenbeschleunigers GPRS sind in den deutschen Mobilfunk-Netzen Downloads über das GSM-Netz mit einer Geschwindigkeit von theoretisch bis zu 115 Kbit/s möglich. Das ist eine viel zu geringe Geschwindigkeit für die Nutzung moderner Anwendungen und Dienste. Mit UMTS wurde alles anders, 354 Kbit/s Download-Geschwindigkeit ermöglichen die UMTS-Mobilfunknetze, die parallel zu dem bestehenden GSM-Netz aufgebaut werden und noch nicht flächendeckend verfügbar sind. Das ist immerhin die sechsfache Geschwindigkeit einer üblichen ISDN-Internetverbindung über das Festnetz.

Nach langem tüfteln und testen führten die beiden Mobilfunknetzbetreiber Vodafone und T-Mobile jetzt einen Datenbeschleuniger für den Download ein, HSPDA (High Speed Downlink Packet Access). Vorerst werden in dem UMTS-Netz mit HSDPA Downloads von bis zu 1,4 Mbit/s (Vodafone) beziehungsweise 1,8 Mbit/s (T-Mobile) möglich sein, eine Download-Geschwindigkeit, die einem DSL 1000-Anschluss ebenbürtig ist. Diese maximal erreichbare Geschwindigkeit soll schrittweise erheblich erhöht werden, entsprechend kann der Nutzer die jeweilige UMTS Netzverfügbarkeit prüfen. HSDPA ist außerdem bisher noch nicht in dem gesamten UMTS-Netz der Anbieter verfügbar, auch das soll sich ändern. Und die Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit betrifft lediglich die Downloads, die entsprechende Technik für die Datenbeschleunigung in dem Uplink (HSUPA) ist noch nicht ausgereift.

Selbstverständlich benötigen die Nutzer geeignete Endgeräte, um mobil in den Genuss dieser Datenübertragungsgeschwindigkeiten für ihre Downloads kommen zu können. Die Handys und andere mobile Geräte müssen nicht nur in dem UMTS-Netz kommunizieren können, sie müssen auch HSDPA unterstützen. Erste dafür taugliche Endgeräte soll es aber bald geben. Dank deren Anwendungsmöglichkeiten in dem UMTS-Netz mit HSDPA kann dann zum Beispiel mobil ferngesehen oder radiogehört werden. Interessenten, die einmal erleben möchten, wie es ist, mit futuristischen 10 Mbit/s Daten auf ein Handy zu laden, können auf der CeBIT dem Messestand des Mobilfunkanbieter Vodafone einen Besuch abstatten. Dort hat der Netzbetreiber unter dem Motto ´Future Technologies` ein Demosystem aufbauen lassen.

Weitere Informationen

Speedcheck – aktuelle Bandbreite prüfen
Datenflatrate Vergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


12 − eins =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Mobilfunk aus der Stratosphäre – Telekom testet fliegende Basisstationen

Mobilfunk aus der Stratosphäre

Telekom testet fliegende Basisstationen

Die Deutsche Telekom will das die Lücken des Mobilfunknetzes am Boden mit hochfliegenden Mobilfunkbasisstationen schließen. Erste Tests wurden Anfang Oktober gemeinsam mit dem britischen Technologiepartner Stratospheric Platforms Limited in Bayern durchgeführt. […]

iPhone 12, Mini, Pro & Pro Max – Apple stellt seine neuen Modelle vor

iPhone 12, Mini, Pro & Pro Max

Apple stellt seine neuen Modelle vor

Apple hat am Dienstagabend die Modelle der iPhone-12-Familie vorgestellt. Zum ersten Mal gibt es vier verschiedene Geräte: das iPhone 12 Mini, das iPhone 12, das iPhone 12 Pro sowie das iPhone 12 Pro Max. Die ersten Smartphones können bereits ab morgen vorbestellt werden. […]

Drittanbieter-Leistungen – Anbieter Nutzen weiterhin die Grauzonen aus

Drittanbieter-Leistungen

Anbieter Nutzen weiterhin die Grauzonen aus

Obwohl seit Februar dieses Jahres neue Regelungen gelten, die Verbraucher vor ungewollten Leistungen von Drittanbietern schützen sollen, gehen immer noch zahlreiche Beschwerden bei der Stiftung Warentest ein. Es werden Grauzonen ausgenutzt, um weiterhin Geld mit Drittanbieter-Leistungen zu verdienen. […]

„Maxine“ – Bessere Video-Telefonie mit stabilerer Verbindung dank KI

„Maxine“

Bessere Video-Telefonie mit stabilerer Verbindung dank KI

Das US-amerikanische Unternehmen Nvidia hat die KI-Plattform „Maxine“ entwickelt. Diese ermöglicht ein besseres Videokonferenzerlebnis, da der Gegenüber stets das Gefühl hat direkt angeschaut zu werden. Zudem ist eine deutlich geringere Bandbreite nötig, als bei einem herkömmlichen Video-Telefonat. […]