Rechnungen einfach ignorieren – Sicherheitsunternehmen warnt vor Trojaner

trojaner

Es gibt unzählige Tricks, mit denen Betrüger versuchen, sich über das Internet an ihren Opfern zu bereichern. Manche Versuche sind schlecht getarnt und deshalb sofort als solche zu erkennen, manche lassen nicht so offensichtlich ihren Zweck erkennen. In den unangenehmsten Fällen weiß das Opfer erst, dass es Opfer sein soll, wenn die Falle zugeschnappt ist. Eines haben die meisten Maschen jedoch gemeinsam, der Köder wird per eMail ausgelegt, die massenhaft an zufällig ausgewählte eMailadressen versendet wird.

Um zum Beispiel an die Daten für das Online-Banking der Opfer zu gelangen und das Konto des Opfers danach plündern zu können, senden manche Bösewichter angebliche Anfragen eines Geldinstituts per eMail und hoffen, dass der Kunde den angegebenen Link aktiviert und seine Daten auf einer gefälschten Internetseite eingibt. Wiederum andere versprechen Geld, wenn der Kunde bereit ist, seine Kontodaten preiszugeben (Telespiegel-News vom 15.08.2006). Und manche enthalten schlicht ein Schädlingsprogramm, dass den Computer des Empfängers infiziert und die Daten ausspäht. Solche Phishing– und Spam-eMails finden sich in fast jedem eMailpostfach, das aktiv genutzt wird. Manchmal ist für den Nutzer nicht im entferntesten nachvollziehbar, wie die Versender an seine eMailadresse gelangt sind. Ausreichend Schutz kann meist auch ein Spam-Filter nicht bieten, immer wieder schlüpft eine solche unerwünschte eMail durch das noch so eng gezogene Netz.

Das Unternehmen Trend Micro berichtete über den nach seinen Angaben in den letzten Wochen in Deutschland meist genutzten Trick. Das potenzielle Opfer erreicht eine eMail, die sich als Rechnung für Waren ausgibt, die der Empfänger nicht bestellt hat. Ein Anhang lockt den Nutzer zum nachschauen, schließlich möchte niemand eine Mahnung oder sogar ein Inkassoverfahren riskieren. Der Anhang ist aber keine harmlose, fälschlicherweise ausgestellte Rechnung, sondern enthält einen Trojaner, ein Schädlingsprogramm. Die Aktivierung des Trojaners zieht den Download mehrerer Schadprogramme nach sich. Ziel des Trojaners ist das ausspähen von Kreditkarten- und Kontoinformationen. Die simpelste Methode, sich gegen solche Tricks zu wehren ist, eMails von unbekannten Absendern ungelesen in den virtuellen Papierkorb zu werfen und unerwartete Dateianhänge schlicht nicht zu öffnen.

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Sicherheit im Internet – Datenhandel, Computerkrankheiten und andere Gefahrenquellen
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