Alte Masche birgt akute Gefahr – Angebliche 1&1-Rechnung enthält Trojaner

schock

Es ist eine alte Masche, doch sie wird noch immer verwendet, wie auch das neuste Beispiel zeigt. In riesigen Mengen werden eMails verschickt, deren Anhang aus einem Schadprogramm besteht. Die eMails machen den Eindruck, als seien sie von einem seriösen Unternehmen, es waren schon Namen wie der des Online-Auktionshauses eBay, der Dt. Telekom und anderer Firmen betroffen. In dem neusten Fall handelt es sich um eine angebliche Rechnung des Anbieters 1&1. Seit dem Wochenende kursieren diese eMails, deren Anhang aus einem Trojaner besteht.

Achtung ausführbare Datei!

Eine dieser eMails liegt der Telespiegel-Redaktion vor. Als Absender ist die Rechnungsstelle von 1und1 angegeben. Der Empfänger wird als Kunde von 1&1 angesprochen, mit dem Schreiben erhalte er angeblich die Rechnung vom 29.12.2006 in Höhe von 59,99 €. Der Betrag werde gemäss der erteilten Einzugsermächtigung von dem Konto des Kunden eingezogen, heißt es. Dann folgt ein Satz, der jeden aufmerksamen Leser stutzig machen sollte: die Rechnung sei als Anhang im PDF-EXE-Format zu finden. Und tatsächlich, der Name der angehängten Datei lautet Rechnung.pdf.exe. Darin ist zwar das harmlose pdf, aber die massgebliche Endung .exe zu finden. Es handelt sich also keinesfalls um ein PDF-Dokument, sondern um eine ausführbare Datei.

Bei der angehängten Datei handelt es sich um Schadsoftware, sogenannte Trojaner, die eMail soll bereits mit mehreren Varianten dieser Schadprogramme gesichtet worden sein. Wird die angehängte Datei geöffnet, installiert sie sich auf dem Computer, um unter anderem Daten des Nutzers auszuspähen. Weil der Provider 1&1 über einen großen Kundenstamm verfügt und seine Kunden üblicherweise per eMail mit deren Rechnungen beliefert, ist es möglich, dass einigen Empfängern der eMail nicht sofort aufgefallen ist, dass es sich um eine Fälschung handelt. Sollte der Verdacht auf eine Infektion mit einem Schadprogramm bestehen, ist eine gründliche Überprüfung des Computers angebracht. Doch besser als jede Nachsicht ist die Vorsorge, Anti-Virenprogramme sollten immer auf dem aktuellen Stand gehalten und Dateianhänge nicht gedankenlos geöffnet werden. Mit genügend Schutz und ausreichend Vorsicht ist so die Sicherheit im Internet gewährleistet.

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