Mobilfunknutzung im Ausland – EU Parlament beschließt Preissenkung

Europäisches Parlament

Horrende Handyrechnungen nach dem Urlaub können bald der Vergangenheit angehören, zumindest wenn der in dem EU-Ausland stattfand. Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit eine niedrige Preisgrenze für Roaming-Telefonate, sowie Preisgrenzen für SMS und mobiles Internet festgelegt. Die durch die neuen EU-Vorschriften veranlassten Änderungen werden bereits zum 01. Juli in Kraft treten. (siehe auch telespiegel-News vom 25.03.2009)

Auslands-SMS dürfen dann netto nur noch 11 Cent pro Stück kosten. Die maximalen Preise für Handytelefonate im EU-Ausland werden weiter gesenkt, auf netto 43 Cent pro Minute. Im nächsten Jahr soll der Preis auf 39 Cent und ein Jahr später auf 35 Cent sinken. In dem EU-Ausland entgegen genommene Telefonate dürfen den Nutzer ab dem 01. Juli höchstens 19 Cent pro Minute Roaming-Gebühren kosten. Ein Jahr später sinkt die Grenze auf 15 Cent, im folgenden Jahr auf 11 Cent netto. Die Roaming-Telefonate müssen zudem zukünftig nach den ersten 30 Sekunden mit sekundengenauer Taktung abgerechnet werden (30/1 Taktung).

Auch Datenverbindungen über die Mobilfunknetze sollen im Gastland viel günstiger werden. Pro MB dürfen die ausländischen Unternehmen ihren Kollegen im Herkunftsland einen Euro berechnen. In zwei Schritten soll der Preis letztlich auf 50 Cent sinken. Dabei handelt es sich jedoch nur um Großhandelspreise, sodass abzuwarten bleibt, ob und wie weit sie an die Kunden weitergegeben werden. Eine automatische Warnung ab einem Nutzungsaufkommen im Wert von 50,- € soll die Kunden vor unerwartet hohen Rechnungen schützen.

Update vom 08.06.2009

Heute stimmte der EU-Ministerrat den Preissenkungen zu.

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