Call-by-Call – Kostenlose Preisansage seit heute Anbieter-Pflicht

Telefon

Völlig sicher konnten sich Call-by-Call-Nutzer in der Vergangenheit nicht sein, dass sie noch zum günstigsten Preis telefonieren. Bisher war es nämlich ein freiwilliger Service der Anbieter, eine kostenlose Preisansage vor dem Verbindungsaufbau zu schalten. Verbraucherschützer haben lange eine Veränderung gefordert, damit die Nutzer der Vorvorwahl besser vor unerwarteten Preisfallen geschützt sind.

Tarifansage in Euro oder Cent

Die jüngste Novelle des Telekommunikationsgesetzes (telespiegel-News vom 27.10.2011) sorgt nun endlich dafür, dass Verbraucher bereits vor dem Telefonat über den aktuellen Minutenpreis der Call-by-Call-Verbindung informiert werden. Dem neuen Gesetz zufolge muss der Anbieter seit heute zu Beginn des Gespräches mit einer kostenlosen Tarifansage über alle Preisbestandteil informieren. Dazu gehören neben dem Minutenpreis auch die Taktung. Es gibt allerdings keine Vorgabe, ob der Minutenpreis in Euro oder Cent angesagt werden muss. So kann die Aussage 3 Cent oder Eurocent je Minute im 5 Minutentakt lauten, aber auch 0,03 Euro je Minute im 300 Sekundentakt. Der Nutzer muss sich die Ansage also aufmerksam anhören und das Telefonat bei höheren Preisangaben als erwartet sofort abbrechen.

Sicherheit auch bei Tarifänderung im Gespräch

Sofern der Anbieter beispielsweise um 18 Uhr eine Preiserhöhung durchführt, muss entweder das um 17.50 Uhr begonnene Gespräch pünktlich zur Preiserhöhung für eine erneute Preisansage unterbrochen werden. Alternativ muss der bisherige Minutenpreis für die gesamte Gesprächsdauer auch in die neue Zeitzone hinein gelten. In der Praxis hat kein Anbieter bisher die erste Variante mit erneuter Tarifansage angekündigt, so dass für die Call-by-Call-Kunden im Allgemeinen für die gesamte Gesprächsdauer der zu Beginn angesagte Preis Gültigkeit hat.

Unser Fazit

Der Call by Call Kunde war es in der Vergangenheit gewohnt, teilweise sehr günstige Minutenpreise zu bekommen, sofern er sich laufend über die aktuellen Preisen informiert hat. Die Anbieter konnten bisher durch schnelle, kräftige Preiserhöhungen die günstigen Preise quersubventionieren. Sofern der Großteil der Nutzer nun aufmerksam die Tarifansage verfolgt und bei höheren Minutenpreisen stets wieder auflegt, fehlt den Anbieter diese bisherige Marge. Daher ist davon auszugehen, dass das Preisniveau insgesamt etwas anziehen wird.

Weitere Informationen

Call-by-Call Datenbanken
Call-by-Call Ratgeber

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


14 + 13 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Microsoft Windows – Neues Funktions-Update 1909 verfügbar

Microsoft Windows

Neues Funktions-Update 1909 verfügbar

Seit dem 12. November ist das Funktionsupdate zu Windows 10 Version 1909 verfügbar. Die neue Version 1909 ist per Update-Suche erhältlich. Für eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems steht zudem eine ISO-Datei zur Verfügung. […]

Deutsche Telekom – Preselection und Call-by-Call bis 2022 gesichert

Deutsche Telekom

Preselection und Call-by-Call bis 2022 gesichert

Die Deutsche Telekom, VATM und DVTM haben sich gemeinsam auf eine Marktlösung bezüglich Call-by-Call und Preselection geeinigt. Die Telekom wird die Preselection- und Call-by-Call-Möglichkeit gegenüber den Festnetzkunden bis zum 31. Dezember 2022 weiterhin aufrechterhalten. […]