Die spätere Klägerin war Dichterin. Auf ihrer Internetseite stellte sie ihre Werke für private Nutzer unentgeltlich zur Verfügung. Der spätere Beklagte betrieb eine Internetseite, die durch Werbung finanziert wurde. Er kopierte eines der Gedichte und veröffentlichte es in seinem Internetauftritt. Vier Monate lang wurde der Text ohne die Einwilligung der Dichterin auf der Website verwendet. Die Dichterin verlangte von dem Webseiten-Betreiber Schadensersatz. Sie konnte nachweisen, dass sie für ihre Gedichte normalerweise 75 Cent je Zeichen erhielt und weil das besagte Gedicht 800 Zeichen lang war, verlangte sie 600,- € von dem Webmaster. Der wollte aber nur 150,- € für das Gedicht zahlen. Der Sachverhalt beschäftigte deshalb ein Gericht.
Das Gericht war der Meinung, dass das Verhalten des Webseitenbetreibers rechtswidrig war. Das Gedicht war nur zum privaten Gebrauch kostenlos zur Verfügung gestellt worden, wurde aber ohne Erlaubnis monatelang auf einer kommerziellen Webseite verwendet. Deshalb stehe der Dichterin Schadensersatz zu und zwar in der Höhe, die sie normalerweise für ihr Gedicht berechnet hätte. Es bestehe deshalb ein Anspruch in Höhe von 600,- €.
Eine aktuelle Kaspersky-Studie zeigt: Betrüger verlagern ihre Angriffe immer stärker auf WhatsApp, Telegram und andere Messenger. Künstliche Intelligenz macht die Nachrichten dabei täuschend echt – mit teils erheblichen finanziellen Folgen für die Opfer. […]
Das Telefon klingelt, doch am anderen Ende meldet sich niemand. Was wie ein harmloser Fehlanruf wirkt, kann Teil einer professionellen Betrugsmasche sein. Kriminelle nutzen sogenannte Silent Calls, um aktive Telefonnummern zu identifizieren und gezielt für spätere Betrugsversuche auszuwählen. […]
Darf Vodafone Kunden bei Glasfaseranschlüssen bestimmte Modems vorschreiben? Genau diese Frage soll nun ein Gericht klären. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht die gesetzlich verankerte Endgerätefreiheit in Gefahr und zieht vor das Oberlandesgericht Hamm. […]
Als sichere Alternative zur E-Mail, startete der De-Mail-Dienst. Jetzt ist nach 15 Jahren allerdings Schluss. Denn das Projekt war nie wirklich erfolgreich und hatte mit Sicherheitsbedenken zu kämpfen, weshalb es nur wenige Bürger nutzten. […]
Das Oberlandesgericht Frankfurt stärkt jüngst in einem Urteil das Recht von Bankkunden. Geht eine Debitkarte auf dem Postweg verloren, haftet die Bank für missbräuchliche Abhebungen. Damit widerspricht das OLG dem Urteil der Vorinstanz. […]
Bei einer bundesweiten Großrazzia gegen Darknet-Drogenhandel und internationale Geldwäsche haben Ermittler acht Personen festgenommen. Im Fokus stehen Millionenbeträge, Kryptowährungen und ein mutmaßliches Underground-Banking-Netzwerk zwischen Deutschland und Vietnam. […]
Hinterlasse jetzt einen Kommentar