Die vier in diesem Fall Beklagten aus Nordrhein-Westfalen hatten der Staatsanwaltschaft zufolge rund 190 Internetshops eingerichtet. Um sie seriös wirken zu lassen, wurden auch unberechtigt Markennamen verwendet und andere Onlineshops nachgeahmt. Über mehrere Jahre hinweg, in etwa 2050 Fällen, sollen sie darüber Waren im Wert von insgesamt rund 1,1 Millionen Euro verkauft haben, die sie sich per Vorkasse bezahlen ließen. Einen Gegenwert erhielten die Käufer aber nicht. Die Ware wurde nie geliefert. Im Mai des Jahres 2011 wurden bundesweit Räumlichkeiten durchsucht und die Betrüger festgenommen. Es folgten Gerichtsprozesse vor dem Augsburger Landgericht, von denen nur einer noch andauert. Eine 30-Jährige, die nach eigener Aussage die Shops gestaltet und mit Informationen bestückt hatte, wurde zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. Ein 36-Jähriger erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren. Er hatte die Internetshops eingerichtet. Vier Jahre Gefängnis erhielt ein 30-Jähriger. Der Prozess gegen den Hauptangeklagten ist hingegen noch nicht beendet.
Den Angeklagten wurde unter anderem banden- und gewerbsmäßigen Betrug, Datenfälschung und Ausspähung von Daten vorgeworfen. Neben ihrer Tätigkeit als Onlineshop-Betreiber mit betrügerischen Absichten hatten sie auch den Internetauftritt der Postbank gefälscht. Mit Phishing-E-Mails lockten sie Postbankkunden auf diese Internetseite, um dort deren Zugangsdaten zu stehlen. Den 117 Geschädigten sollen sie so insgesamt über 200.000 Euro entwendet haben.
Update vom 21.08.2012
Der 23-jährigen Anführer der Bande wurde von dem Landgericht Augsburg zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er kündigte Revision an.
Das Telefon klingelt, doch am anderen Ende meldet sich niemand. Was wie ein harmloser Fehlanruf wirkt, kann Teil einer professionellen Betrugsmasche sein. Kriminelle nutzen sogenannte Silent Calls, um aktive Telefonnummern zu identifizieren und gezielt für spätere Betrugsversuche auszuwählen. […]
Darf Vodafone Kunden bei Glasfaseranschlüssen bestimmte Modems vorschreiben? Genau diese Frage soll nun ein Gericht klären. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht die gesetzlich verankerte Endgerätefreiheit in Gefahr und zieht vor das Oberlandesgericht Hamm. […]
Als sichere Alternative zur E-Mail, startete der De-Mail-Dienst. Jetzt ist nach 15 Jahren allerdings Schluss. Denn das Projekt war nie wirklich erfolgreich und hatte mit Sicherheitsbedenken zu kämpfen, weshalb es nur wenige Bürger nutzten. […]
Das Oberlandesgericht Frankfurt stärkt jüngst in einem Urteil das Recht von Bankkunden. Geht eine Debitkarte auf dem Postweg verloren, haftet die Bank für missbräuchliche Abhebungen. Damit widerspricht das OLG dem Urteil der Vorinstanz. […]
Bei einer bundesweiten Großrazzia gegen Darknet-Drogenhandel und internationale Geldwäsche haben Ermittler acht Personen festgenommen. Im Fokus stehen Millionenbeträge, Kryptowährungen und ein mutmaßliches Underground-Banking-Netzwerk zwischen Deutschland und Vietnam. […]
Leuchtet plötzlich ein grüner Punkt auf dem Smartphone auf, sollten Nutzer hellhörig werden. Das Symbol zeigt an, dass Standort, Kamera oder Mikrofon aktiv genutzt werden. Im schlimmsten Fall sogar heimlich durch eine App im Hintergrund. […]
Hinterlasse jetzt einen Kommentar