Roaming – Kostenairbag schützt im Urlaub

Obwohl die EU die Roaminggebühren abschaffen wollte, müssen Urlauber auch dieses Jahr mit erhöhten Kosten für ihre mobilen Geräte rechnen. Denn die bisherige Regelung für Zusatzkosten im Ausland bleibt vorerst bestehen. Telefonate, SMS und mobiles Surfen sind in ausländischen Urlaubsgebieten teurer. Denn die Übermittlung zwischen den Ländern dürfen die hiesigen Anbieter weiter mit Extragebühren belasten.

Das kostet die mobile Nutzung im Urlaub

Anders als in den letzten Jahren sind die Roaminggebühren 2015 unverändert geblieben. Derzeit darf die mobile Nutzung aus und im Ausland folgende Kosten nicht überschreiten (Hinweis: Die tatsächlichen Kosten weichen durch unterschiedliche Mehrwertsteuersätze in den Urlaubsländern geringfügig voneinander ab):

  • Anrufe nach Deutschland: ca. 22,6 Cent/Minute;
  • Ankommende Anrufe ins Urlaubsgebiet: ca. 6 Cent/Minute;
  • SMS: ca. 7,1 Cent/Nachricht;
  • mobiles Surfen: ca. 23,8 Cent/MB (auf Tausendstel genau),

Diese begrenzten Roaminggebühren gelten innerhalb der EU sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen. Sie gelten nicht für andere Reiseländer inklusive Schweiz und die Türkei.

Kostenairbag schützt vor Horror-Rechnung

Urlauber müssen grundsätzlich keine Angst vor Horror-Rechnungen haben. Die Zeiten, in denen unbemerkt mehrere Hundert Euro Handykosten entstehen konnten, sind vorbei. Denn es gilt ein sogenannter Kostenairbag oder Cut-off-Mechanismus. In der Praxis bedeutet das einen Schutz ab 59,90 Euro. Ist diese Summe zu 80 Prozent erreicht, muss der Nutzer per SMS informiert werden. Er kann dann entscheiden, ob er die Obergrenze anhebt oder bei Erreichen von 59,90 Euro nicht mehr auf die mobile Nutzung zugreifen kann.

Mit dieser Regelung können alle Urlauber ihr Handy ohne Angst vor einer hohe Rechnung mit in den Urlaub nehmen. Wer vorher weiß, dass er sein mobiles Gerät im Zielland aktiver nutzen möchte, kann auf Reise-Pakete einzelner Anbieter zugreifen, die Freieinheiten für den Urlaub, aber häufig auch eine mehrmonatige Nutzungsdauer beinhalten. Ähnliche Vorteile bieten auch Allnet-Flats, die Auslandskosten einschließen. Eine andere Alternative ist eine SIM-Karte eines Anbieters aus dem Urlaubsland.

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