Western Union – Entschädigung für Betrugsopfer

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In der Vergangenheit haben Kriminelle immer wieder den Zahlungsdienstleister Western Union genutzt, um ihre Opfer abzuzocken. Das Unternehmen hat eine Entschädigung für Betroffene zugesichert, die insgesamt eine Summe von 586 Millionen Dollar umfasst. Die Western Union bekannten Opfer krimineller Machenschaften werden derzeit angeschrieben. Typische Szenarien für die kriminelle Machenschaften waren vorgetäuschte Support-Anrufe von Microsoft, Kfz-Käufe, Liebes- und Heiratsschwindel und unseriöse Jobangebote. Die Abgezockten sollten jeweils Geld per Western Union transferieren.

Polizei bestätigt die Authentizität des Entschädigungsschreibens

Die Polizei weist darauf hin, dass sich bei dem entsprechenden Schreiben der Kanzlei Gilardi & Co nicht um einen Phishing-Versuch oder Spam handelt. Vielmehr erhalten Geschädigte einen teilweise ausgefüllten Vordruck zur weiteren Bearbeitung. Die Polizei betont, dass die angeschrieben Personen nun eine um ca. drei Monate verlängerte Frist bis zum 31. Mai 2018 haben, um auf das Schreiben zu reagieren.

Dieser Hinweis ist auch vor dem Hintergrund wichtig, dass viele Geschädigte auf Kontaktaufnahmen von Western Union wahrscheinlich abweisend reagieren. Hier geht es jedoch um ihre finanziellen Ansprüche gegenüber dem Unternehmen. Entschädigungsberechtigt sind Personen, die in der Zeit vom 1. Januar 2004 bis zum 19. Januar 2017 Opfer eines Betrugs mit einer Zahlungsanweisung via Western Union geworden sind.

Betrugsmasche kinderleicht – Kritik an Western Union

Kriminelle haben in der Vergangenheit immer wieder gern Western Union als Zahlungsdienstleister genutzt. Das renommierte Unternehmen ist Wegbereiter des Geldtransfers und setzt Milliarden um. Dabei schickt der sich durch einen Ausweis legitimierende Sender Bargeld durch die ganze Welt. Dieses ist sofort per Code am Zielort verfügbar und kann ebenfalls in bar abgeholt werden. Der Empfänger weist sich ebenfalls mit einem amtlichen Dokument aus.

Was in der Theorie sicher klingt, ist in der Praxis Grundlage für Unregelmäßigkeiten. Einige Kritiker bemängeln die Identitätskontrolle bei Western Union. Demnach konnten Empfänger mit gefälschten Papieren oder mit Mittelsmännern im Unternehmen immer wieder Geld abholen und ihre Spuren verwischen. Das nutzten insbesondere Betrüger aus, indem Sie ihre Opfer nötigten, Geld per Western Union anzuweisen.

Western Union muss Opfer entschädigen

Im Zuge eines sehr breit gefassten Verfahrens zwangen amerikanische Behörden den Zahlungsdienstleister, Entschädigungszahlungen anzubieten. Das Unternehmen schreibt über die genannte Anwaltskanzlei alle bekannten Berechtigten an. Diese müssen ihren Anspruch schriftlich mit dem mitgeschickten Vordruck geltend machen. Viele Opfer von Betrugsmaschen, bei denen Kriminelle Western Union ausnutzten, sehen in dem Schreiben aber einen erneuten Betrugsversuch. Sowohl der Zahlungsdienstleister als auch die deutschen Behörden bestätigen jedoch, dass die Betroffenen reagieren sollten, um eine finanzielle Entschädigung zu erhalten. Alternativ können sie ein Online-Formular nutzen.

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