„Pronunciations“ – Facebook kauft Stimmaufzeichnungen seiner Nutzer

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Der Social-Media-Riese Facebook will seine Spracherkennungssoftware verbessern und hierfür die Stimmen seiner User verwenden. Im Rahmen des Programms „Pronunciations“ erhalten Nutzer eine Bezahlung für ihre Stimme. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Facebook Audiodateien seiner User unerlaubt verwendet und an externe Unternehmen weitergibt.

Was bekommen Nutzer für die eigene Stimme?

Wer dem Social-Media-Giganten seine Stimme verkauft, erhält eine nicht sonderlich hohe Belohnung hierfür. Hinzu kommt, dass eine Auszahlung erst dann erfolgt, wenn der Nutzer mehrere Stimmaufzeichnungen für Facebook freigegeben hat. Für fünf verschiedene Aufzeichnungen der Stimme gibt es gerade einmal 5 Dollar, was 4,62 Euro entspricht.

Wer kann an dem Pronunciations-Programm teilnehmen?

Stattfinden wird das Programm zur Verbesserung der Spracherkennungssoftware auf der Marktforschungs-App Viewpoints von Facebook. Um an dem Programm teilnehmen zu können, gibt es verschiedene Voraussetzungen: der Nutzer muss mindestens 18 Jahre alt sein und über mindestens 75 Facebook-Freunde verfügen. Für den Zugang zu Pronunciations muss der Nutzer die „Hey Portal“ und den Vornamen eines seiner Facebook-Freunde aufnehmen. Bislang ist bekannt, dass das Programm in den USA starten wird, ob es eine weitere Ausbreitung gibt ist hingegen nicht bekannt.

Wie erfolgt die Bezahlung für die Stimmaufzeichnungen?

Ein Punktesystem auf der Marktforschungs-App regelt die Belohnung. Pro Aufnahme werden 200 Punkte gutgeschrieben – eine Auszahlung kann frühstens bei 1 000 Punkten erfolgen. Diese 1 000 Punkte entsprechen dann 5 Dollar. Die Bezahlung erfolgt anschließend über PayPal.

Mögliche Manipulation der Stimmen

Josef Pichlmayr, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Ikarus Security Software, weist darauf hin, dass die Aufzeichnung von Anrufen und Stimmen dann zum Problem werden, sobald die Stimmen gezielt manipuliert werden. Nutzern, die an dem Programm von Facebook teilnehmen, sollte das, laut Pichlmayrs Aussage, zumindest bewusst sein.

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