Kooperation – Telekom bietet Magenta Zuhause Start mit Partnern

Kooperation - Telekom bietet Magenta Zuhause Start mit Partnern

Die Telekom kooperiert erstmals mit einem anderen Netzbetreiber, um über dessen Leitungen eigene Tarife anzubieten. Möglich macht das eine Zusammenarbeit mit dem Mischkonzern Innogy. Die als Strom- und Gaslieferant bekannte RWE-Tochter verfügt über ein modernes Leitungsnetz von 356.000 Kilometern Länge. Unter anderem ermöglicht dieses Netz der Telekom, ohne eigenen Netzausbau in über 60 Ortschaften der Eifel, des Hunsrücks und des Münsterlandes ein schnelles Internet anzubieten. Kunden können dort zukünftig die Telekom-Tarife Magenta Zuhause Start nutzen. Diese unterscheiden sich allerdings in Details deutlich von den regulären Telekomangeboten.

Breitbandausbau wird so vereinfacht

Die Kooperation ist bemerkenswert. Denn bisher hat die Telekom ihre Angebote ausschließlich auf eigenen Leitungen realisiert. Um den Breitbandausbau besser zu steuern, nutzt der Festnetzmarktführer nun erstmals ein fremdes Netz. Das ermöglicht sowohl der Telekom als auch Innogy, die eigenen Netze gezielter auszubauen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Insgesamt plant allein Innogy weitere Investitionen von 6,5 Milliarden Euro bis Ende 2018. Die Kooperation der beiden Unternehmen ist vorerst auf zehn Jahre beschränkt.

Magenta Start – DSL-Tarife mit Besonderheiten

Die Kooperation erlaubt es der Telekom Angebote als „Whole Buy“ vom Kooperationspartner zu kaufen. Das heißt: Ähnlich wie bei Angeboten anderer Telekommunikationsunternehmen im Telekomnetz kauft die Telekom alle Services bei Innogy. Das mag einer der Gründe sein, warum sich die Tarife nach aktuellem Stand von den regulären Telekom-Tarifen unterscheiden und sogar ein eigenes Kundencenter dafür geschaffen wurde.

Aktuell bietet die Telekom zwei Varianten an: Magenta Zuhause Start M und Magenta Zuhause Start L. In den ersten zwölf Monaten kosten beide zwei Jahre laufenden Tarife einheitlich 19,95 Euro pro Monat und enthalten eine Doppelflat (Internet und Festnetz). Der Tarif Zuhause Start M steigt danach auf 39,95 Euro monatlich und bietet 50 MBit/s Bandbreite. Der Tarif Magenta Zuhause Start L bietet mit 100 MBit/s die doppelte Bandbreite und kostet nach einem Jahr 44,95 Euro. Nicht möglich sind allerdings in beiden Tarifen Call-by-Call und Preselect. Auch das TV-Angebot Entertain können die Kunden nicht optional buchen. Bisher fehlt auch die WLAN-to-go-Option. Voraussetzung für beide Tarife ist ein geeigneter Router. Die Telekom empfiehlt die FRITZ!Box 7490. Andere Modelle sind bisher nicht ausreichend getestet. Das gilt auch für die eigenen Speedport-Router der Telekom, die offenbar nicht mit dem Anschluss harmonieren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Nachhaltige Optionen – Google-Maps zeigt Alternativen zum Autofahren

Nachhaltige Optionen

Google-Maps zeigt Alternativen zum Autofahren

Der Tech-Riese Google will die Nutzer seiner Maps-App zur Nutzung von nachhaltigen Verkehrsmitteln animieren. Hierzu werden zahlreiche Änderungen im Routenplaner vorgenommen. Mit dem neuen Feature sollen leichter umweltbewusste Entscheidungen getroffen werden können. […]

Achtung, Betrug – so können KI-Fake-Anrufe enttarnt werden

Achtung, Betrug

So können KI-Fake-Anrufe enttarnt werden

Betrügerische Anrufe und Nachrichten sind aufgrund des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz immer schwieriger zu erkennen. Um sich dennoch vor den betrügerischen Absichten zu schützen, hilft eine Frage, die bei einem vermeintlichen Hilfeanruf gestellt werden kann. […]

Unzulässige Internet-Sportwetten – Spieler können Einsatz zurückfordern

Unzulässige Internet-Sportwetten

Spieler können Einsatz zurückfordern

Spieler können ihre im Internet verlorenen Wetteinsätze von ausländischen Anbietern zurückfordern. Nämlich dann, wenn der Anbieter der Online-Sportwetten zu diesem Zeitpunkt keine gültige Lizenz für Deutschland hatte. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. […]