Insgesamt hat die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. (WBZ) im vergangenen Jahr 18.807 Beschwerdefälle bearbeitet. Der Anteil der Beschwerden über Spam wie unerwünschte Telefax-, Telefon– und eMail-Werbung ist leicht gestiegen und macht nun etwa 10 Prozent der Gesamtfälle aus. Doch die Beschwerden über Rechtsverstöße im Internet bilden einen Anteil am von mittlerweile 17 Prozent. Das sind 3.247 Fälle, in denen Handels- und Dienstleistungsangebote im Internet nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprachen und die Wettbewerbszentrale vermutet, dass sich das auch in diesem Jahr fortsetzen wird.
Gerade die ständig wachsende Beliebtheit von Plattformen wie eBay, auf denen sich jeder Nutzer als Händler betätigen kann, habe zu einer drastischen Zunahme der Beschwerden geführt. Dr. Reiner Münker, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Wettbewerbszentrale, berichtet, die Zentrale habe festgestellt, dass sich viele gewerbliche Anbieter im Internet nicht als solche zu erkennen geben und als private Anbieter auftreten. „Auf diese Weise wird versucht, die gesetzlichen Rechte der Verbraucher zu verkürzen oder ganz zu verschweigen.„, sagte Dr. Reiner Münker. Münker berichtete über zahlreiche Fälle, in denen zum Teil ganz bewusst die Widerrufs-, Rückgabe- und Gewährleistungsrechte der Verbraucher missachtet werden. Oftmals haben derartige Anbieter nicht einmal ihren Namen und ihre Anschrift im Internet angegeben. Der Verbraucher steht in diesem Fall schutzlos da.
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