Doppeltes Spiel bei klarmobil – Unterschiedliche Netze für Sprach- und Datentarife

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Die SIM-Karte einstecken, Internetverbindung herstellen, lossurfen. Über die Mobilfunknetze können Kunden auch unterwegs online sein, mit dem Handy oder dem Laptop. Für jeden Bedarf gibt es inzwischen passende Datentarife, unter anderem Volumentarife und Flatrates und das zu erschwinglichen Preisen. Das mobile Internet kann ein Ersatz für den DSL-Anschluss sein, auch zuhause. Ob jedoch ebenfalls hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden, hängt insbesondere von dem verwendeten Mobilfunknetz ab.

In Deutschland werden alle Handytarife und somit auch die mobilen Datentarife über eines der vier Mobilfunknetze der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 abgewickelt. Auch wenn der Kunde einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen abgeschlossen hat, die Abwicklung erfolgt immer über eines dieser Netze. Dabei ist die Netzqualität unterschiedlich. Während in den D-Netzen von T-Mobile und Vodafone für eine hervorragende Netzabdeckung gesorgt ist, kann es bei den sogenannten E-Netzen von E-Plus und o2 insbesondere in den ländlichen Gegenden zu Engpässen kommen. Auch die Datenübertragungsgeschwindigkeiten per UMTS sind sehr verschieden. Die D-Netze sind technisch besser ausgerüstet und ermöglichen insgesamt wesentlich höhere Geschwindigkeiten.

Die Qualität eines UMTS-Tarifs definiert sich also insbesondere durch das verwendete Mobilfunknetz. So dachte auch Axel F. (Name von der Redaktion geändert). Der Monteur ist häufig auf Dienstreisen innerhalb Deutschlands unterwegs und möchte auch dann nicht auf einen Internetzugang verzichten. Weil er sich eine gute Netzabdeckung und hohe Übertragungsgeschwindigkeiten wünschte, fiel seine Wahl auf einen Tarif in einem der D-Netze. klarmobil schien der richtige Anbieter zu sein. Bis zu 10 mal schneller als mit anderen Anbietern surfe man mit klarmobil, versprach die Webseite. Bis vor kurzem warb der Provider mit `bester D-Netz Qualität´ in dem T-Mobile-Netz und hatte erst vor wenigen Wochen auch eine UMTS-Flatrate in sein Angebot aufgenommen. Die Flatrate kostete augenscheinlich günstige 19,95 € pro Monat, hatte eine geringe Einrichtungsgebühr, überzeugte durch die kurze Vertragslaufzeit von nur einem Monat und versprach volle Bandbreite bis zu einem monatlichen Übertragungsvolumen von 5 GB.

Herr F. bestellte den klarmobil Datentarif und buchte darauf die UMTS Flatrate. Wenig später erhielt er die SIM-Karte und seine Accountdaten. Mit den Zugangsdaten für das T-Mobile-Netz versuchte er nun, eine Internetverbindung herzustellen. Doch das gelang nicht. In dem Internet fand er den Tipp, es mit den Zugangsdaten für das o2-Netz zu probieren und damit funktionierte es. Herr F. hakte nach. In dem Live-Chat des Anbieters erhielt er auf Nachfrage die Erklärung: `klarmobil benutzt beide Netze, T-Mobile und o2. Alle Datentarife sind im o2-Netz, eine Umstellung auf das D-Netz von T-Mobile ist nicht möglich´, wurde ihm dort erklärt.

Enttäuscht wandte sich Herr F. an den telespiegel. Warum klarmobil nicht offen kommuniziert hat, dass die Sprachtarife zwar weiterhin in dem T-Mobile-Netz abgewickelt werden, für die neu eingeführten Datentarife aber das weniger gut ausgebaute o2-Netz verwendet wird, wollte er wissen. Auf Anfrage der Redaktion erklärte ein Vertreter des Unternehmens, im Einzelnen werde den unterschiedlichen Tarifarten keine bestimmte Netztechnik zugeordnet. Doch diese Aussage entspricht nicht ganz der Wahrheit. Bereits bei der Bestellung eines Datentarifs erhalten Kunden lediglich die Möglichkeit, eine Rufnummer aus dem o2-Netz zu erhalten, während bei der Bestellung eines klarmobil Sprachtarifs Rufnummern aus dem T-Mobile-Netz vergeben werden. Welches Mobilfunknetz verwendet wird und somit welche Übertragungstechniken an bestimmten Standorten genutzt werden können, ist also vorgegeben. Das hatte Herr F. ohnehin bereits in dem Live-Chat des Anbieters erfahren.

Herr F. wird den Datentarif nun wieder kündigen. Er wird monatlich rund 5,- € mehr zahlen, dafür aber mit einem seriösen Anbieter in dem D-Netz von Vodafone surfen. So muss er sich auch bei dem Aufenthalt in ländlichen Gebieten keine Sorgen machen, ob er seine Emails problemlos abrufen kann. Zu seiner Erfahrung mit klarmobil sagt er: `Ich habe bereits im Vorfeld viel Negatives über klarmobil gelesen und gehört, beispielsweise über miserablen Kundenservice und Probleme bei Abrechnungen und Tarifumstellungen. Aber eine Datenflat, augenscheinlich im T-Mobile-Netz, ohne Mindestvertragslaufzeit für monatlich rund 20,- €, das hat mich gelockt. Ich fühle mich von klarmobil hinter´s Licht geführt´.

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