Studie – Rekord bei Datentransfer, SMS verliert an Bedeutung

Rekord bei Datentransfer, SMS verliert an Bedeutung

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult haben die Studie „16. TK-Marktanalyse Deutschland 2014„ vorgelegt. Darin zeichnen die Herausgeber die Stimmung der Verbandsmitglieder im dritten Quartal 2014 nach. Die Studie enthält einige Überraschungen.

Der Umsatz der Telekommunikationsbranche sinkt. Am Ende des Jahres wird dieser bei voraussichtlich 58,3 Milliarden Euro liegen. Das ist ein leichtes Minus gegenüber 2013. Betroffen sind das Festnetzsegment und der Mobilfunkbereich. Ein ähnlicher Trend wird für 2015 erwartet. Lediglich im Kabelnetz steigen dieses Jahr die Umsätze um voraussichtlich 6,3 Prozent. Spannend ist dabei, dass die Zahl der angeschlossenen Häuser stärker steigt, als die Zahl der Kabelkunden.

Rekorde beim Datentransfer und bei SIM-Karten

Beim Datentransfer wird es 2014 neue Höchstwerte geben. Im Festnetz wird das Volumen der Datenübertragung auf voraussichtlich 9,3 Milliarden Gigabyte steigen. Das ist ein sattes Plus von 31 Prozent! Noch stärker steigt der Datentransfer im Mobilfunknetz. Hier macht sich die starke Verbreitung von Smartphones und Tablets bemerkbar. Das Transfervolumen klettert um fast die Hälfte auf 395 Millionen Gigabyte. Überraschend dabei ist, dass die Zahl der verschickten SMS drastisch von 101,3 auf 73,8 Millionen sinkt. Das ist der niedrigste Stand der letzten Fünf Jahre. Einer der Gründe liegt in den Alternativen E-Mail und Messenger-Diensten.

Einen weiteren Rekord gibt es im Mobilfunknetz zu verzeichnen. Demnach sind 2014 noch einmal über zwei Millionen SIM-Karten mehr in Gebrauch. Ihre Anzahl steigt auf ca. 117,5 Millionen. Darin enthalten sind unter anderem SIM-Karten für Smartphones, Handys, Tablets und Surf-Sticks.

Telekom bleibt Marktführer

Trotz des Wettbewerbs in Deutschland ist die Telekom weiter klarer Marktführer. Der VATM erteilt in diesem Zusammenhang deren Vorstoß eine klare Absage, die Regulierung des Marktes einzuschränken. Präsident Martin Witt erklärt dazu: „Selbst in den Ballungszentren mit hohem Wettbewerberanteil ist der Wettbewerb regulierungsgetrieben. Schaffen wir – wie von der Telekom gewünscht – die Regulierung hier ab, schaffen wir auch den Wettbewerb ab.„ Die Folge wären höhere Preise und in ländlichen Regionen möglicherweise eine schlechtere Versorgung. Denn hier sind es laut Studie gerade die Wettbewerber, die in die Infrastruktur investieren.

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