3G-Netz –Telekom gibt Termin für Abschaltung im Sommer 2021 bekannt

UMTS Abschaltung

Nachdem Vodafone bereits im Mai dieses Jahres ankündigte, das 3G-Netz am 30. Juni 2021 abzuschalten, zieht die Deutsche Telekom nun nach. Auch das 3G-Netz der Telekom wird ab dem 30. Juni nächsten Jahres nicht mehr zur Verfügung stehen und somit unter anderem Platz für das neue 5G-Netz machen.

Warum wird das 3G-Netz abgeschaltet?

Bereits 2019 kündigten die drei großen Mobilfunkanbieter Vodafone, Telekom und Telefónica an, die Abschaltung des veralteten Netzes zu planen. Seit zwanzig Jahren gibt es die dritte Mobilfunkgeneration (UMTS), die damals den Zugang zu mobilem Internet einläutete. Mittlerweile ist die Technologie allerdings stark veraltet – seit zehn Jahren können Telekomkunden die vierte Mobilfunkgeneration (LTE) nutzen. 4G ist wesentlich effizienter als 3G, da LTE eine höhere Bandbreite und kürzere Latenz bietet. Das ermöglicht ein zehnmal schnelleres Telefonieren und Surfen. Allerdings hatten im Jahr 2019 lediglich rund 47 Prozent der Smartphonebesitzer Zugriff auf das LTE-Netz, dies ging damals aus einem Bericht der Bundesnetzagentur hervor. „Durch die 3G-Abschaltung nächsten Sommer können wir unser Netz weiter verbessern“, informiert Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. Durch die Abschaltung von 3G wird ein Frequenzspektrum frei, das dann für neuere Technologien wie 4G (LTE) und 5G genutzt wird. Ziel der Telekom ist es demnach nun, Bereiche, die bisher noch nicht über LTE verfügen, mit der vierten Mobilfunkgeneration auszustatten.

Auf was müssen Telekomkunden nun achten?

Um das 4G- oder 5G-Netz der Telekom nutzen zu können, wird zum einen ein passender Tarif und zum anderen ein Smartphone benötigt, welches die jeweilige Technik unterstützt. Die Telekom hat bekannt gegeben, die Verträge aller Kunden ohne Zusatzkosten für die Nutzung von LTE zu erweitern. Dies geschieht automatisch und gilt für alle Tarife. Alle Verträge sind bereits jetzt für die Nutzung des 4G-Netzes freigeschaltet und auch alle Drittanbieter haben einen Zugriff auf LTE im Telekom-Netz. Jeder, der demnach auch weiterhin unterwegs schnell im Internet surfen will, benötigt ein LTE-fähiges Handy. Für alle anderen steht weiterhin das Internet über das 2G-Netz zur Verfügung, dieses wird auch nach der 3G-Abschaltung weiterhin bestehen bleiben. Mit diesem können jedoch sogar einfache Anwendungen deutlich länger dauern als bisher gewohnt. Über das 2G Netz kann telefoniert werden, sodass Personen, die ihr Handy ausschließlich hierfür nutzen, kein neues Gerät benötigen. Die 2G-Netzabdeckung in Deutschland beträgt 99 Prozent.

Wie erkennt man ein LTE-fähiges Handy?

Verbraucher können mit einem einfachen Blick auf ihr Handy herausfinden, ob ihr Gerät LTE-fähig ist. Im oberen Displaybereich taucht die Bezeichnung „LTE“ oder „4G“ auf. Die Telekom hat zudem eine Hilfe-Seite eingerichtet, in welcher Kunden rund um das Thema LTE und 3G-Abschaltung informiert werden. Dort erfahren Kunden beispielsweise, ob sie bereits ein LTE-fähiges Gerät besitzen.

Attraktive Angebote

Wer bisher noch kein LTE-fähiges Smartphone besitzt, kann auf attraktive Angebote der Telekom setzen. Im Herbst dieses Jahres wird es beispielsweise auch spezielle Handys für Senioren geben. Die Telekom will den Kunden durch die Angebote den Umstieg auf LTE-fähige Geräte erleichtern.

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