Multimedia Messaging Service – MMS-Dienste stehen vor dem Aus

Multimedia Messaging Service – MMS-Dienste stehen vor dem Aus

Im April 2002 feierte der MMS-Dienst von Vodafone seine Prämiere – 20 Jahre später steht der Multimedia Messaging Service des Mobilfunkanbieters nun vor dem Aus. Am 17. Januar 2023 stellt Vodafone den Dienst ein. Die Deutsche Telekom, die den Dienst eigentlich bereits 2020 einstellen wollte, verlängerte bis zum 31. Dezember dieses Jahres, dann ist Schluss.

Was steckt hinter dem Multimedia Messaging Service?

Eine SMS ist auf 160 Zeichen begrenzt. Die MMS ermöglicht es hingegen bis zu 30 000 Zeichen zu versenden. Der Multimedia Messaging Service ermöglicht es, neben Texten auch Musik, Töne und bunte Bilder zu versenden. Seit 2003 können zudem auch Videos über den Dienst verschickt werden. Um die Funktion nutzen zu können, wird ein MMS-fähiges Gerät benötigt. Per SMS kann sich der Kunde die MMS Konfiguration von seinem Mobilfunkanbieter zusenden lassen. Seine Hochphase hatte der Multimedia Messaging Service beim Mobilfunkanbieter Vodafone beispielsweise Ende 2012. Eine Statistik zeigt, dass zwei Jahre später immerhin noch 5,1 Millionen Personen in Deutschland häufig den Dienst nutzten. Nur drei Jahre später waren es bereits nur noch 2,03 Millionen. In den Jahren nach 2017 hat die Nutzung des Dienstes weiter nachgelassen.

Was sind die Gründe für das Aus der MMS?

Weltweit steht der Dienst vor dem Aus. Dies liegt insbesondere daran, dass vielen Verbrauchern die MMS schon immer zu teuer war. Während die SMS für 19 Cent verschickt werden konnte, liegt der Preis bei 39 Cent. Zudem verfügen heutzutage die meisten Kunden über eine Allnet-Flatrate, mit welcher SMS unbegrenzt versendet werden können. Die MMS kann hierbei schnell zu einer Kostenfalle werden, denn werden die 160 Zeichen der SMS überschritten oder Emojis und Smileys verwendet, wird eine SMS häufig automatisch zu einer MMS umgewandelt. Zudem erfreuen sich Messanger-Dienste wie WhatsApp oder Signal seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Über die Nachrichtendienste können Bilder, Videos und Dokumente ganz einfach, schnell und kostenfrei verschickt werden. Aus diesem Grund greift heute kaum noch jemand auf den Multimedia Messaging Service zurück. Die fehlende Nachfrage dürfte daher der Grund für das Aus sein.

Bei dem dritten Mobilfunknetzbetreiber o2 gibt es derzeit noch keine Pläne zu einer möglichen Einstellung des MMS-Dienstes.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
„App-Testing“ – Vermeintlicher Nebenjob wird zur Kriminalfalle

„App-Testing“

Vermeintlicher Nebenjob wird zur Kriminalfalle

Schnelles Geld verdienen mit App-Testing? Viele Menschen fallen derzeit auf eine perfide Online-Betrugsmasche herein, bei der vermeintliche Nebenjobs dazu dienen, Straf- und Wirtschaftskriminalität für Täter zu begehen – oft ohne dass die Betroffenen es merken. […]

Warum man seinen Handy-PIN niemals vergessen sollte

Digitale Selbstsabotage

Warum man seinen Handy-PIN niemals vergessen sollte

Ein vergessener Handy-PIN ist längst kein harmloses Missgeschick mehr. Reale Fälle aus den USA und Europa zeigen, wie Menschen durch gesperrte Geräte, verlorenen Datenzugang oder irreversible Sicherheitsmechanismen in existenzielle Krisen geraten. Der Artikel beleuchtet drei aktuelle Beispiele und erklärt, warum digitale Zugangscodes heute über weit mehr entscheiden als nur über den Zugriff auf ein Smartphone. […]

Mobiles Internet in Deutschland – Telekom liefert die beste Leistung

Mobiles Internet in Deutschland

Telekom liefert die beste Leistung

Aktuelle nPerf-Messungen verdeutlichen den intensiven Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Auf Basis von mehr als 95 000 Tests wurden die Leistungen von der Telekom, Vodafone und O2 verglichen. Das 5G-Netz wurde speziell angeschaut. […]