Kostenfalle SMS – Kurznachricht wird automatisch zur MMS umgewandelt

Kostenfalle SMS – Kurznachricht wird automatisch zur MMS umgewandelt

Vor den heute beliebten Messanger-Diensten wie WhatsApp, Signal und Co., war die SMS ein beliebtes Mittel, um mit Freunden und Familie in Verbindung zu bleiben. Den Höhepunkt erreichte das Versenden von Kurznachrichten in Deutschland im Jahr 2012 mit 59 Milliarden SMS. Obwohl die Zahl der Kurznachrichten mit dem Aufkommen von Messanger-Diensten deutlich sank, lag die Anzahl der verschickten SMS im Jahr 2019 immerhin noch bei 7,9 Milliarden Stück. Dies zeigt, dass auch heutzutage noch auf dieses Medium zurückgegriffen wird. Unter bestimmten Voraussetzungen werden SMS jedoch unwissentlich in eine teure MMS umgewandelt und können somit zu einer echten Kostenfalle werden.

Unwissentlich zahlreiche MMS versendet

So erging es auch einem 11-Jährigen Schüler, der mit einem Freund per Handy in Kontakt bleiben wollte. Da die beiden Jungen unterschiedliche Messanger-Dienste nutzen, griffen sie kurzerhand auf das Versenden von SMS zurück. Immerhin verfügten beide über eine SMS-Allnet-Flatrate. Durch das Hinzufügen von Smileys und Emojis verwandelten sich die vermeintlich kostenfreien Kurznachrichten jedoch in kostenpflichtige MMS. Das böse Erwachen mit der Erkenntnis der Kostenfalle kam erst mit der Handyrechnung.

Wann wird die SMS automatisch in eine MMS umgewandelt?

Die Abkürzung SMS steht für Short Message Service – zu Deutsch Kurznachrichtendienst. Dem Namen entsprechend, ist das Medium dazu gedacht, kurze Textnachrichten über das Mobilfunknetz zu versenden. In eine SMS passen hierbei maximal 160 Textzeichen. Übersteigt die Nachricht diese Zeichenanzahl, wird sie bis heute bei vielen Smartphones automatisch in eine MMS umgewandelt. Eine MMS – Multimedia Messaging Service – ermöglichte bereits vor der Zeit von Messanger-Diensten das Versenden von Bildern, Videos und anderen Dokumenten. Tückisch ist, dass eine SMS heutzutage sofort in eine MMS umgewandelt wird, wenn einem Text Emojis oder Smileys zugefügt werden. Denn hierbei handelt es sich nicht mehr um reine Textzeichen. Im Gegensatz zu der SMS wird die MMS nicht über das Mobilfunknetz, sondern über das mobile Datennetz versendet.

Eine unerwartete Kostenfalle

Die meisten Smartphone-Besitzer verfügen mittlerweile über eine Allnet-Flatrate, mit der sie unbegrenzt und kostenfrei SMS versenden können. Eine teure Handyrechnung kann jedoch schnell entstehen, wenn der Nutzer nicht bemerkt, dass sich seine vermeintlich kostenfreien SMS in zahlungspflichtige MMS umgewandelt haben. Pro Stück kostet das Versenden einer solchen Nachricht nämlich zwischen 30 und 50 Cent. Daher birgt diese automatische Umwandlung insbesondere für unbedarfte Handy-User eine Gefahr. Die beste Möglichkeit, um ungewollte Kosten zu vermeiden ist, den MMS-Versand auf dem Smartphone zu deaktivieren.

Wie kann der MMS-Versand blockiert werden?

Mit wenigen Klicks können Smartphone-User verhindern, dass MMS versendet werden können.

Android Geräte:

  • Samsung: Menü à Einstellungen à Verbindungen à Weitere Einstellungen à Mobile Netzwerke à Zugangspunkte à MMS-APN à Menü Taste à APN löschen
  • Huawei: Menü à Einstellungen à Mehr à Mobilfunknetz à Zugangspunkte à MMS-APN à Menü à APN löschen
  • Sony & HTC: Einstellungen à Mehr à Mobilfunknetze à Zugangspunkte à MMS-APN à Menü à APN löschen
  • Google Standard Android Version: Einstellungen à Mehr à Mobilfunknetze à Zugangspunkte à MMS-APN à Menü à APN löschen

Apple Geräte:

  • Einstellungen à Nachrichten à MMS-Messaging deaktivieren

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


zwei × drei =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Techniker veröffentlichen Nacktfotos – Apple zahlt Millionen an Studentin

Techniker veröffentlichen Nacktfotos

Apple zahlt Millionen an Studentin

Nachdem zwei Techniker eines Vertragspartners von Apple während einer Reparatur intime Fotos einer jungen Frau auf deren Facebook-Seite veröffentlichten, zahlte der US-Tech-Riese nun einen Millionen-Betrag an die heute 21-Jährige. […]