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Telekom hält DSL-Vollversorgung in allen Teilen Deutschlands für zu teuer

Telekom hält DSL-Vollversorgung in allen Teilen Deutschlands für zu teuer

Die Telekom sieht keine Chance, auf absehbare Zeit allen deutschen Haushalten einen schnellen DSL-Anschluss anbieten zu können. Das geht aus einem Schreiben von T-Com-Vorstand Achim Berg an Johannes Singhammer, den Vorsitzenden des Beirats der Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), hervor, nach einem Bericht der WirtschaftsWoche. Aus Angst vor einer digitalen Spaltung Deutschlands hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Singhammer alle Festnetzgesellschaften aufgefordert, Vorschläge für eine schnelle flächendeckende Versorgung mit DSL-Anschlüssen zu unterbreiten. Derzeit gibt es nach Telekom-Angaben DSL-Technik nur in 6.315 von 7.904 deutschen Anschlussbereichen. Sie ist damit nur für rund 30 der 34 Millionen Telekomanschlüsse (90 Prozent) nutzbar.

Technisch sei es zwar möglich, alle Telefonanschlüsse in schnelle DSL-Anschlüsse umzuwandeln. Doch „Investitionen in Milliardenhöhe in die bestehenden Telefonnetze kann sich T-Com in der gegenwärtigen wirtschaftlichen und regulatorischen Situation nicht leisten„, so Berg. Rund zwei Millionen Anschlüsse liegen laut Telekom in Regionen mit so geringem Nachfragepotenzial, dass die „notwendigen Investitionen in keinem Verhältnis zu den möglichen Einnahmen stehen„. Weitere 1,8 Millionen Telefonkunden, überwiegend in Ostdeutschland, müssen auf DSL verzichten, weil die Deutsche Telekom dort Anfang der Neunzigerjahre im großen Stil Glasfaserkabel verlegte, die für die DSL-Technik ungeeignet sind. Der Beirat der Regulierungsbehörde will nun einen Atlas erstellen, der alle weißen Flecken dokumentiert.

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